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	<title>Kafkaesque Hearts</title>
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	<description>Shortstorys über Crossovers &#60;3</description>
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		<title>Die Stimme</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 18:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haruki X Samantha]]></category>
		<category><![CDATA[age gap]]></category>
		<category><![CDATA[LOVE]]></category>

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		<description><![CDATA[„Onii-chaaaan.“, rief das Braunhaarige Mädchen das mit Samantha schon ganze fünf Jahre befreundet war. Mii, so ihr Spitzname, hatte zwei größere Brüder, ihr Lieblingsbruder hieß Haruki und war der jüngere der Beiden. So war es also nicht unüblich das Samantha mit dabei war wenn Mii ihn besuchen ging. So wie sie heute bei ihm Zuhause [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Onii-chaaaan.“, rief das Braunhaarige Mädchen das mit Samantha schon ganze fünf Jahre befreundet war. Mii, so ihr Spitzname, hatte zwei größere Brüder, ihr Lieblingsbruder hieß Haruki und war der jüngere der Beiden. So war es also nicht unüblich das Samantha mit dabei war wenn Mii ihn besuchen ging. So wie sie heute bei ihm Zuhause waren.</p>
<p><em>42</em><sub><em>13</em></sub><em> =</em></p>
<p>Inzwischen war Samantha schon 19 Jahre alt, Haruki wurde in wenige Monaten 24, also war er noch 23 Jahre alt.<br />
Wahrscheinlich hätte Samantha ihn auch wie weiter gar nicht weiter große Aufmerksamkeit geschenkt – ihre Aufmerksamkeit galt nur ihren Brüdern und den schönen Blumen – aber es sollte wohl alles anders kommen.<span id="more-127"></span><br />
Als Tochter eines Politikers war Samantha, die es bevorzugte Sam genannt zu werden, nicht gerade in Geldnot, dennoch ging sie arbeiten. Weil es sich richtig anfühlte, weil es sich ehrlich anfühlte, weil es so normal war und weil sie weg von diesen goldenen Käfig sein wollte das ihr Zuhause genannt wurde.<br />
Mii hatte inzwischen sich wieder ein Stück Torte genommen aus den Kühlschrank ihres Bruders, Samantha öffnete ihre Handtasche und reichte Mii eine frische Zahnbürste mit Zahnpasta: „Zähneputzen nicht vergessen.“, waren ihre einzigen Worte die sie sprach bevor sie mit Sam Harukis Zuhause verließ.<br />
Zähneputzen war wichtig.</p>
<p><em>=4 x 13</em><sup><em>1</em></sup></p>
<p>Manchmal fragte sich Sam, ob es nicht besser wäre Haruki nicht mehr zu besuchen. (Sie fing ihn an in seiner Firma oft zu besuchen) Als Leiter eines riesengroßen Betriebes, war er immer schwer beschäftigt.<br />
Dennoch hatte er ihre Aufmerksamkeit erregt <em>als er damals</em> an den Blumengeschäft vorbei lief.<br />
Und nun, nach all der Zeit stand sie in seinen riesengroßen Büro – das bald einen Dschungel ähnelte durch ihre vielen Pflanzen die sie Haruki schenkte – und beobachtete ihn wie er die letzten Verträge unterzeichnete.<br />
Jede <strong>einzelne </strong>Pflanze die hier war hatte sie ihm geschenkt und zeugte davon wie oft sie ihn schon besucht hatte.<br />
Sam kam ihn wie jeden Tag besuchen, heute brachte sie ihm einen Kaktus, denn Haruki hatte wenig Zeit, und für einen Kaktus braucht man wenig Wasser.<br />
Er bedankte sich, lächelte sie an und entschied sich den Kaktus auf seinen großen Bürotisch zu stellen, wahrscheinlich hatte er nicht einmal eine wage Ahnung wie glücklich er gerade Sam damit gemacht hat.<br />
Meistens nahm er sich kurz Zeit, zwischen fünf und zehn Minuten um mit Sam zu reden. Sie sprachen nichts großes, aber es war schön, und sie genoss den Geruch von zarten Pfirsich den Haruki immer bei sich trug.<br />
Bevor man zu Harukis Büro kam, musste man durch eine große Halle die gefüllt war mit über 40 Assistenten – Sam kannte jeden einzelnen von ihnen und es waren exakt 42 Assistenten, was sie lange zum nachdenken einmal gebracht hatte.<br />
Der Sinn des Lebens ist 42. Wenn Sam nicht gerade am reden war, jemand zuhörte oder sonst irgendwie beschäftigt war, rechnete sie verschiedene Wege aus wie man auf die Zahl 42 kommt.<br />
Das macht sie schon seit elf Jahren, seit sie acht Jahre alt ist.</p>
<p><em>+ 2 x 130 =</em></p>
<p>Wieder verabschiedete er sich mit einen Lächeln auf den Lippen – sie mochte sein lächeln, sie fragte sich oft wie sie es schaffen könnte das er auch öfters lacht.<br />
Sam ging hinaus, verabschiedete sich von jedem der 42 Assistenten einzeln, wurde von den weiblichen Assistenten geknuddelt, geschwärmt und lieb gewonnen.<br />
Ein Inoffizielles Maskottchen des gesamten Stockwerkes.</p>
<p><em>52+2 =</em></p>
<p>Inzwischen war es Abend, und Sam war wieder Zuhause in ihrem dunklen Zimmer, dachte über Haruki nach und ihre Gefühle.<br />
Sie erinnerte sich an sein süßes Lachen als sie ihm damals anbat eine Blume zu kaufen, wie er über ihre Haare strich und wieder ging.<br />
Die Art wie er lief hatte was Majestätisches.<br />
Sie umschlingt ihre dünnen Beine mit ihren zarten Armen, sah ihre rosarote Decke an die weiße große Punkte besaß, und stellte sich selber die Frage warum ihre Brust <strong>so</strong> schwer ist wenn sie nicht bei Haruki ist.</p>
<p><em>„Sam ist verliebt.“</em><br />
Hörte sie eine Stimme in ihren Kopf.</p>
<p><em>„Sam braucht Haruki.“</em><br />
Sprach diese weiter, eine Stimme tief in den hintersten Gedanken von Sam.</p>
<p><em>„Sam möchte Haruki berühren.“</em><br />
Flüsterte sie verführerisch.</p>
<p>Ein Bild von ihm erschien vor ihr, wie er wie sooft vertieft in seinen Stapel voller Papiere steckt, seine Brille und dieses konzentrierte Profil.<br />
Samantha betrachtete ihre Zehen wie sie sich in die Satin Decke vergruben, <em><strong>lauschte der Stimme in ihren Kopf</strong></em>, vergrub ihr Gesicht in ihre Beine und flüsterte in diesen großen leeren Zimmer: <em>„Sam hat Haruki lieb…“</em>, während ihr Körper wegen dieser Einsicht begann zu zittern.</p>
<p><em>=54 = 6&#215;9</em></p>
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		<title>Herzprobleme</title>
		<link>http://mooneater.org/kafka/2010/09/herzprobleme/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 18:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sei X Zooé]]></category>
		<category><![CDATA[*Long Short]]></category>
		<category><![CDATA[age gap]]></category>
		<category><![CDATA[Hospital]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser erstes Treffen war reinster Zufall. Ich war zufällig in der Gegend, hatte zufällig gerade heute meinen freien Tag, beschloss aus keinem bestimmten Grund, meinem Bruder eine SMS zu schreiben. Wir hatten fast zwei Monate nicht mehr miteinander geredet obwohl er kaum eine halbe Stunde von mir entfernt wohnte, warum also nicht? Ich hatte ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erstes Treffen war reinster Zufall. Ich war zufällig in der Gegend, hatte zufällig gerade heute meinen freien Tag, beschloss aus keinem bestimmten Grund, meinem Bruder eine SMS zu schreiben. Wir hatten fast zwei Monate nicht mehr miteinander geredet obwohl er kaum eine halbe Stunde von mir entfernt wohnte, warum also nicht? Ich hatte ja gerade Zeit. Zufällig. Und <em>zufällig</em> schrieb er mir, in seiner sanft-bescheidenen Art, ich sollte ihn doch (Zitat) „gefälligst mit dem Auto abholen kommen“, was ich auch tat. Als ich mit meinem roten Porsche Boxter die Straße zu dem Hügel herauf fuhr, sollte es ein normaler Tag wie jeder andere werden.</p>
<p>Auf der Suche nach einem Parkplatz lenkte ich etwas ziellos die Straße entlang, bis ich fast in einen Schüler krachte, der lange vor Ende der letzten Stunde aus dem Schultor hinaus stolzierte. Der Junge, den ich vor wenigen Sekunden beinahe überfahren hatte war rothaarig, aus seinen blaugrünen Augen blickte es, als würde er mir am liebsten auf die Motorhaube springen, mich für meine Inkompetenz bestrafen.Was Ähnlichkeiten im Verhalten anbetraf, könnte er mit großer Wahrscheinlichkeit ein Freund meines Bruders sein.</p>
<p>„Passen Sie gefälligst besser auf.“ Er strich sich ein paar rote Strähnen hinters Ohr und war bereits im Begriff, sich umzudrehen.</p>
<p><span id="more-120"></span></p>
<p>„Entschuldige. Weißt du, wo hier ein Parkplatz ist?“ Eine wortlose Geste in die Richtung, aus der ich gerade gekommen war. Innerlich fluchend schaltete ich den Gang um und fuhr eine Weile weiter, bis genug Platz zum Wenden war. Nach einigen Minuten endete die Odyssee tatsächlich auf einem Parkplatz; der Rothaarige stieg gerade in einen äußerst teuer aussehenden Mercedes, den sich ein Schüler eigentlich nicht leisten können sollte. Andererseits kannte ich mindestens einen Oberschüler, der einen Lamborghini in der Garage stehen hatte; mittlerweile wunderte mich kaum noch etwas, wenn es um Reichtum ging.</p>
<p>Mein Unbekannter warf den Motor an ohne mich nur ein einziges Mal anzusehen, lediglich einen unterkühlten Blick gönnte er sich, bevor er auf die Straße fuhr. Eigentlich war er genau mein Typ – dieser Blick hatte etwas wildes, das mich faszinierte, in sich aufsog, ein bisschen wie eine streunende Katze, deren Wildheit zu zähmen die größte, lohnenswerteste Herausforderung war. Ich fragte mich, wer er wohl sein könnte, als Schuhe neben der Fahrerseite über den Boden scharrten.</p>
<p>Haruki kam wie immer aus dem Nichts, öffnete wortlos die Seitentür und schwang sich auf den Beifahrersitz.</p>
<p>„Fahr.“ Sein Tonfall klirrte fast vor Kälte.</p>
<p>„Guten Tag, großer Bruder, wie geht’s dir, großer Bruder, ich hab dich soo vermisst, großer Bruder!“ Ich verzog das Gesicht und spielte mit dem Autoschlüssel herum, nicht bereit, mich so einfach den Befehlen Jemandes zu unterwerfen, dessen Windeln ich mal wechseln musste.</p>
<p>„Guten Tag Sei, ich hoffe es geht dir gut, ich hab dich ganz furchtbar vermisst, jetzt <em>fahr endlich los, der Tag ist bereits gebrechlich</em>!“ Er knurrte fast gegen Ende des Satzes; er klang äußerst bedenklich und hätte wohl jedem vernünftigen Menschen große Angst gemacht. Aber wie gesagt – Windeln. Ich hätte ihn gerne nach dem Jungen gefragt, hätte ich nicht gewusst, dass es sehr unwahrscheinlich war, jetzt Auskunft zu erhalten.</p>
<p>„Wieso so gestresst?“</p>
<p>„Es ist Chirac.“</p>
<p>„Und wer ist bitte Chirac?“ Verwirrung erschien auf seinem Gesicht, als hätte ich gerade etwas unglaublich dummes gefragt.</p>
<p>„Der, der gerade im Auto an dir vorbei gefahren ist? Mit dem widerwärtigen, protzigen Mercedes? In <em>Schwarz</em>? <em>Das</em> war Chirac.“ Anscheinend hatte der Zufall heute ein Hoch. Chirac hieß er also&#8230;das klang Französisch, westlich auf jeden Fall.</p>
<p>„Aha&#8230;Chirac, und wie noch?“ Es gelang mir nicht, mein Interesse auch nur im geringsten zu Verbergen; er hob eine Augenbraue.</p>
<p>„Zooé.“ Haruki würgte den Namen förmlich aus sich heraus, als würde in jedem einzelnen Buchstaben ein Kapitel einer intensiven Feindschaft stecken.</p>
<p>„Zooé&#8230;“ ich ließ mir den Namen auf der Zunge zergehen wie ein Löffel voll Sahne, genoss den vollen Klang der Silben. Es klang ungewöhnlich, aber doch sehr angenehm, passend zu seiner Erscheinung.</p>
<p>„Bäh, hast du dich in den verknallt, oder was?“ Er rückte sich erst auf dem Beifahrersitz zurecht und rutschte dann so weit von mir weg, wie es in einem Auto eben ging, offensichtlich sehr angewidert von dieser Vorstellung. Ich grinste, tippte mit dem Finger auf das Lenkrad.</p>
<p>„Nein, verliebt wohl nicht. Aber er interessiert mich.“ Er schüttelte sich.</p>
<p>„Abstoßend.“</p>
<p>„Ihr versteht euch wohl nicht so gut?“</p>
<p>„Ich hasse ihn. Furchtbarer Mensch, den mag ich kaum anschauen&#8230;er ist auch noch in meiner Klasse. Selbstherrlich, eingebildet, tut so, als wäre er was besseres.“</p>
<p>„Klingt doch nach dir.“</p>
<p>„Sei still, Sei.“ Unwillkürlich musste ich kichern, mein Bruder hingegen starrte beleidigt aus dem Fenster und bewunderte die absterbenden Herbstbäume. Er schwieg, und so folgte auch ich seinem Beispiel. Nach einigen Minuten steckte ich den Schlüssel in die Zündung, der Wagen schnurrte auf die eine Großkatze und bewegte sich langsam wieder zurück auf die Straße.</p>
<p>„Erzähl mir mehr über ihn.“</p>
<p>„Nein, auf keinen Fall.“</p>
<p>„Stell dich nicht so an, es interessiert mich.“</p>
<p>„<em>Eben.</em>“</p>
<p>Wir schwiegen. Das Summen der Autoheizung, beinahe verschämt, kaschierte die Stelle ein wenig. Der Wagen war stickig, roch irgendwie steril, und Zooés Blick säuselte in meinem Kopf herum. Ich seufze; Haruki verdrehte neben mir die Augen. Wir waren gerade auf die nächstgrößere Straße Richtung Innenstadt gefahren, vorbei am Krankenhaus, in dem ich sonst arbeitete.</p>
<p>„Bist du sicher, dass du mir nichts erzählen willst?“, hakte ich nach.</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Wirklich?“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Sagst du mir trotzdem was?“</p>
<p>„J– verdammt.“ Er verdrehte die Augen, erneut. Hatte wohl mal wieder was nach seiner Logik absolut hirnrissiges verlangt.</p>
<p>„Schön, gut. Auch wenn ich nicht gerade sehr viel weiß.“ Beständigkeit zahlte sich eben doch aus. Ich nickte nur, und er drehte sich wieder zum Fenster.</p>
<p>„Betrachte es als Belohnung dafür, dass du pünktlich warst, und als Anzahlung dafür, dass du nichts dummes tust, was irgendwie mit Zooé Sydney Chirac in Zusammenhang steht.“ Ich unterdrückte ein Grinsen.</p>
<p>„Natürlich.“</p>
<p>Besagter Zooé Sydney Chirac war also achtzehn Jahre alt, glatte 10 Jahre jünger als ich, ein französischer Austauschschüler, der erst seit drei Monaten in Tokio war, aber bereits verblüffend gut und relativ akzentfrei Japanisch sprach („Dabei ist er Franzose! <em>Franzose!</em> Die können per definitionem keine Fremdsprachen.“). Den Chiracs gehörte ein Modelabel, anscheinend sogar einer der Geschäftskontakte unseres Vaters; die Welt war eben doch ein Dorf. Ich hört geduldig zu und versuchte, mir darüber klar zu werden, ob ich ihn überhaupt wiedersehen wollte, diesen jungen Unternehmer, der nebenbei wohl auch alleine eine Hotelkette leitete.</p>
<p>Die Antwort war ganz klar ja. Allerdings war mir alles andere als klar, wie das zu bewerkstelligen sein würde.</p>
<p>In dem Moment klingelte mein Handy. Es war das Krankenhaus – ein Notfall, der keine Sekunde aufgeschoben werden konnte; anscheinend war ein Kollege ausgefallen, deshalb rief man nun mich an. Ich fuhr rechts ran und Haruki sprang aus dem Wagen, bevor ich ihm überhaupt sagen konnte, worum es ging.</p>
<p>„Ich habe mitgehört, ein Notfall, und was weiß ich. Wir verschieben das mit heute.“ Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verschwand in der Menschenmasse, die sich um die Zeit durch die voll gepackten Straßen schob. Nachdenklich warf ich den Motor wieder an und steuerte in Richtung Uniklinik. Keine Zeit, sich jetzt mit anderen Dingen auseinaderzusetzen.</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass die Operation weit weniger kompliziert war, als man mir am Telefon vorgemacht hatte. Insgeheim verwünschte ich die Assistenzärztin dafür, mir einfach in meinen freien Tag zu platzen, andererseits war es aber auch besser so für den Patienten. Ich desinfizierte mir die Hände und lief den Flur runter, Richtung Büro. Wenn ich schon mal hier war, konnte ich gleich noch einen Blick auf ein paar liegen gebliebene Akten werfen.</p>
<p>Diesmal rannte er in <em>mich</em> hinein.</p>
<p>Zooé rieb sich die Stirn, bevor sein Blick auf mein Gesicht fiel. Wirkte nicht gerade so, als würde  er mir am liebsten vor Freude um den Hals fallen.</p>
<p>„Sie schon wieder&#8230;“ Es klang beinahe vorwurfsvoll.</p>
<p>„Kann ich Ihnen&#8230;dir weiterhelfen?“  Er strich sich sein Hemd zurecht und drehte sich dann zur Bürotür, eine Hand bereits an der Klinke.</p>
<p>„Das bezweifle ich.“</p>
<p>„Was willst du dann in meinem Büro?“ Zum zweiten Mal an diesem Tag trafen sich unsere Blicke, allerdings glaubte ich diesmal, leichte Verwirrung in seinen Augen zu sehen; es war beinahe niedlich.</p>
<p>„Dann ist das sicher die falsche Tür“, meinte er trocken, drehte sich um und ging. Ich zuckte die Schultern und trat in das kleine Büro. Relativ schmucklos, Aktenschränke, ein Regal, alles in weiß gehalten, dazu ein Schreibtisch. Ich setzte mich und zog seufzend den Aktenordner zu mir und schlug die erste Seite auf, aber meine Gedanken waren kaum bei den Papieren. Was er wohl hier gewollt hatte?</p>
<p>Nach ein paar Minuten klopfte es, ziemlich energisch. Der Besucher wartete nicht auf Antwort, sondern kam einfach rein.</p>
<p>„Doch nicht die falsche Tür?“</p>
<p>„Der andere Arzt war bloß nirgendwo aufzutreiben“, stellte Zooé widerwillig fest. Dieser „andere Arzt“ war wohl der Ausgefallene.</p>
<p>„Verstehe. Bitte, setz‘ dich doch.“ Er setzte sich nicht auf die Liege, sondern auf einen Stuhl, ich griff nach meinem Notizblock und einem Stift.</p>
<p>Noch vor fünf Minuten hatte ich dem abrupten Tod meines freien Tages hinterher getrauert, mittlerweile verschwendete ich keinen Gedanken mehr daran. Ich wollte ihm Fragen stellen, die nichts mit seinem Gesundheitszustand zu tun hatten, meine Finger ein paar Sekunden zu lange auf seiner weichen Haut verweilen lassen, nur ein wenig länger in seine Augen schauen, so tief wie das Meer, als es unbedingt nötig war.</p>
<p>Leise zählte ich seine Herzschläge auf meiner Armbanduhr ab, merkte dann, dass es meine eigenen waren, die ich da zählte, durch meine Ohren pochten.</p>
<p>Es waren ein paar Schläge zu viel.</p>
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		<title>R: Mein Stückchen Himmel</title>
		<link>http://mooneater.org/kafka/2010/08/mein-stuckchen-himmel/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 15:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Haruki X Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[*Long Short]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[Fairytale]]></category>
		<category><![CDATA[LOVE]]></category>
		<category><![CDATA[Prince]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Schwerthieb der mir ein paar Haare sauber vom Kopf trennte, ein nächster Schwerthieb, dessen Lufzug schärfer wie dessen Klinge war, blocken ist fast nicht mehr möglich. Zwei Klingen stoßen gegeneinander, Funken flogen kurz und mein gegenüber drückt die Klinge so fest das sie meine Klinge fast zerschneidet. Ein Kraftakt dem ich bald nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schwerthieb der mir ein paar Haare sauber vom Kopf trennte, ein nächster Schwerthieb, dessen Lufzug schärfer wie dessen Klinge war, blocken ist fast nicht mehr möglich.<br />
Zwei Klingen stoßen gegeneinander, Funken flogen kurz und mein gegenüber drückt die Klinge so fest das sie meine Klinge fast zerschneidet.<br />
Ein Kraftakt dem ich bald nicht mehr in der Lage bin dafür zu sorgen das <em>mein eigenes Schwert vor meinen Gesicht</em> nicht mich selbst schneidet.<br />
Das war von Anfang an kein Trainingskampf mehr. Mein Gegenüber, mein Schützling.<br />
Der Prinz.<br />
Er war bekannt dafür das er viele Knappen beim Trainingskampf verstümmelte.<br />
Nun war auch meine Stunde gekommen.<span id="more-111"></span></p>
<p><em>Aber erstmal den Tag davor.</em></p>
<p>Es war kurz vor Abend, nur noch eine Frage der Zeit bis die Sonne den Himmel in ein Abendrot verfärbte. Mein Spiegelbild ist blass.<br />
Doppelleben zu führen war anstrengend. Wenn die Sonne aufgeht, und bis sie untergeht bin ich Ceres, ein Ritter vom Königlichen Hof. Aufstrebend, Jung und stark. Meister seines Schwertes, in binnen weniger Jahre wurde ich zum Beschützer des Prinzen erklärt.<br />
Aber danach, danach war ich die Tochter eines Marinekapitäns. Ich zog meine lange Perücke an damit meine Mutter nichts wusste vom dem was ich den ganzen Tag über mache.<br />
Meine Großeltern führen einen Stock weiter unten ein Restaurant, ein Hotel. Und so hörte ich auch den Lärm von grölenden Soldaten die sich da unten betranken.<br />
Sie hatten mich noch nie erkannt.<br />
Und heute war ein Ball zur Feier der Sonnenwende im Königreich der Chiracs. Ein weiterer erfolgloser Versuch meiner Mutter, mich endlich zu verkuppeln.</p>
<p>Seltsamerweise kam ich bei den Männlichen Gästen gut an, von den Söhnen die aus einer größeren Bauernfamilie stammen, bis hin zu alten Geschäftsführern war die Palette breit.<br />
Aber nichts&#8230; <strong>richtiges&#8230;</strong><br />
Die Sonne entschied sich das ganze Spektakel nicht mehr anzusehen und doch etwas früher zu verschwinden. Der Nachthimmel erstrahlte und ich zupfte an den Rüschen meines Kleides. Mein Zylinder mit Rosen bestickt, kaschierte meine Perücke wunderbar. Doch lange konnte ich über mein Outfit nicht nachdenken. Oder über den nächsten Bewerber: Den Prinzen des Südens namens Thisseas, der mir schon öfters den Hof machte.<br />
Denn vor mir stand nun ein Schatten.<br />
Der Prinz.<br />
<strong>Haruki.</strong></p>
<p>Wahrscheinlich hätte ich mir in mein teures Kleid gemacht, aber selbst dazu war ich <em>zu sehr</em> von Furcht bedeckt. Nicht in der Lage zu reagieren oder etwas zu sagen.</p>
<p>„Madame? Darf ich sie zu einen Tanz auf fordern?“, er begrüßte sich Standard gemäß bei meinen potenziellen nächsten Tänzer und blickte dann wieder mich an.<br />
Ich hatte das Gefühl ich bekomme diesen Krampf in meinen Gesicht – <strong>das verzweifelt ein Lächeln darstellen sollte</strong> – nicht mehr herunter.<br />
„Ich fürchte ich wollte gerade gehen, mein Prinz.“<br />
„Aber nicht doch&#8230;Sie können mich doch jetzt nicht verlassen wollen?“, der typische Charme eines Prinzen sprühte regelrecht aus ihn heraus, inzwischen waren viele Blicke auf uns gerichtet.<br />
Wusste er es? Wusste er es nicht? Folterte er mich gerade oder war ich selbst für meine Verhältnisse gerade ZU weiblich? Was auch immer es war, er schaffte es ein: &#8220;Ein Tanz aber nur&#8230;&#8221;, zwischen meine Lippen heraus zu bekommen.<br />
Seine Hand berührte meine, sehr zart, fast schon vorsichtig: „Es ist mir eine Ehre.“, dann küsste Haruki meinen Handrücken ohne mich aus seinen giftgrünen Augen zulassen.<br />
Das Geflüster war kaum zu überhören, alle sprachen davon wie der Prinz meine Jungfräulichkeit nun nehmen wird und ich keinen Mann mehr finden kann. Was musste er auch ein ganzes Nachbardorf entjungfern.</p>
<p>Natürlich konnte er als PRINZ perfekt tanzen, und auch ich, die in <strong>einem</strong> Leben <strong>zwei</strong> führte musste das natürlich beherrschen.</p>
<p>&#8220;Geht es Ihnen nicht gut, mein Fräulein?&#8221;<br />
&#8220;Ach, ich tanze mit den Prinzen persönlich&#8230; wer wäre da nicht nervös?&#8221;<br />
&#8220;Machen Sie sich keine Gedanken deswegen&#8230;im Ballsaal sind wir alle nur Menschen.&#8221;<br />
Der etwas ruhige Walzer stoppte und plötzlich erklang Tango.<br />
Gerade als er meine Hand loslassen wollte tauschte er anscheinend einen Blick mit Thisseas aus, sein Griff wurde wieder fester und da begann der Tanz.</p>
<p>Es war von den Göttern ein Segen, das ich einen Tanzlehrer und Schneider als <em>besten Freund</em> hatte.</p>
<p>In binnen kürzester Zeit hatten wir die gesamte Tanzfläche eingenommen und wir waren mitten im geschehen.<br />
Die Musik stoppte nach fast sechs Minuten, ich konnte seine schweren Atemzüge an meinen Hals spüren, sein Kopf über meiner Schulter, ich selbst gerade so gebeugt das wenn er mich loslassen würde ich unsanft hinfalle.<br />
„Wenn du Morgen verschläfst, werde ich dich <strong>exekutieren</strong> lassen müssen, Ceres Ira Minerva.“, flüsterte er in mein Ohr, hob mich hoch und küsste mich auf meinen Handrücken – wie es sich gehörte.<br />
Unsere Blicke verrieten keiner der Personen die uns ansahen über was wir gerade sehr-sehr leise sprachen: „Ich werde pünktlich wie immer zum Dienst erscheinen&#8230;mein Prinz&#8230;“<br />
„Sehr schön.“, dann folgte ein lächeln das schlimmer war als die angedrohte Exekution. Ein:<em> &#8216;Mich dürstet es nach deinen Blut&#8217;</em> lächeln.</p>
<p>Am nächsten morgen ritten wir immer unsere Pferde aus, blieben bei der Waldlichtung neben einen kleinen Teich stehen und sollten unseren Übungskampf machen.<br />
<strong>„Du TANZT wohl gerne. Heute TANZEN wir mal.“</strong>, sprach er.</p>
<p>Und nun stand ich da, fragte mich gerade ob das letzte was sehe diesen Blick beim Prinzen ist.<br />
„Was kümmert dich das?!“, etwas trockener als ich den Satz meinte. Ich hatte Panik, und noch mehr Panik als ich sah das er bald meine Klinge in 2 Hälften zerteilt hat.<br />
Entweder meine Kraft lies nach und ich würde mir selbst mein Gesicht verstümmeln oder er würde meinen Kopf sauber von meinen Körper trennen.<br />
Beides war ein Alptraum.</p>
<p>„DU GEHÖRST MIR!“, schrie er – <em>hatte der Prinz eigentlich jemals geschrien?</em> &#8211; ein weiterer Kraftschub und die Hälfte meiner Klinge war schon von seiner durchschnitten.<br />
Ein sanfter Rotton kam hoch, wurde aber schnell durch den ernst der Lage wieder vernichtet: „Ja aber nur am Tag!“<br />
„<strong>Immer!</strong> Tag und Nacht!“, gerade als ich dachte jetzt gibt die Klinge meines Schwertes nach, zog er seine aus den Stahl meines und hackte einen Ast von den Baum ab gegen den ich mich inzwischen lehnte.<br />
Ich werde sterben.<br />
„Das ist doch lächerlich!“, gehörte ich aus PRINZIP ihn? Weil er ein verwöhnter kleiner Junge ist dem alles zufliegt? Seine Brille die er an hatte verlor langsam seinen halt: „Das sind. Die Tatsachen!“, ein Schlag erneut gegen meine Klinge der mich fester gegen den Baum drückte.<br />
<em> Ich werde ganz bestimmt sterben.</em><br />
„Es macht keinen Unterschied, du hättest es doch nie gemerkt wenn du gestern nicht gegangen wärst&#8230; also was ist daran so schlimm?!“, mit den Schwert hatte ich keine Chance mehr, meine einzige Möglichkeit war seine Vernunft – an die ich bis jetzt noch nie geglaubt hatte – zu wecken.<br />
Während meines Trainings hatte ich den Prinzen oft beobachtet, und ich hatte ihn nie wütend erlebt. Niemals schreiend. Aber seit wir begonnen hatte schrie er ziemlich viel, und auch jetzt: „ICH WILL ES EBEN NICHT!“<br />
Die Kraft in meinen Armen verlässt mich, mein kaputtes Schwert – mit dem ich wohl nicht einmal mehr Butter die in der Sonne aufgeweicht war, hätte schneiden können &#8211; fiel zu Boden.<br />
Mit mir.<br />
„Und was soll ich deiner Meinung MACHEN?“, vielleicht wird das der letzte Satz sein den ich sage&#8230;<br />
Er hob sein Schwert über seinen Kopf, sein Blick war jenseits eines Mörders oder Verbrechers.<br />
Es war&#8230; etwas höheres&#8230;<br />
„DU WIRST TUN, WAS ICH WILL!“, dann rammte er sein Schwert in den Baumstamm an den ich lehne, ich beobachte wie ein paar Haarsträhnen von mir runter gleiten langsam.<br />
Haruki&#8217;s Schwert nun bis zur Hälfte im Baumstamm, sein Atem schwer&#8230; tiefe Atemzüge.<br />
Im Gegensatz zu mir. Meine Körperfunktionen haben <em>für wenige Millisekunden</em> gerade ausgesetzt.<br />
Eine Chance, bis er das Schwert wieder raus gezogen haben könnte&#8230; : „Falls du es vergessen haben solltest! Dieses Leben HIER das ist das was mich umbringen könnte, ich bin eine FRAU und FRAUEN dürfen keine RITTER sein&#8230;“<br />
Nun stützte er seine Hände ab an den Baumstamm, so das wir unaufhörlichen Augenkontakt hatten: „<em>Dann hättest du keiner werden sollen.</em> das war deine Entscheidung.“, ich war verwirrt, wollte er das ich- : „Also soll ich meinen Dienst quittieren?“<br />
Mein Blick verwirrt, Ausweg gab es keinen.<br />
„Das verbiete ich dir.“, wusste der Prinz eigentlich selber was er will?</p>
<p>&#8220;Was willst du eigentlich von mir?&#8221;<br />
&#8220;Ich weiß&#8230;es nicht genau&#8230;&#8221;</p>
<p>Meine Atemzüge passten sich den von ihm an, tief, lang, und schwer. Schweißgebadet fragte ich mich gerade ob das nicht vielleicht alles nur eine Einbildung ist, und mein Kopf vielleicht schon längst in einem Gebüsch gerollt ist.<br />
Die Begründung dieses Gedanken lag wohl daran, das wir da saßen. Haruki immer noch beide Hände abgestützt an den Baum hinter mir, seine Blicke fest in meinen Verankert.<br />
Vielleicht saßen wir hier drei Stunden, vielleicht nur eine halbe Stunde, oder es waren die längsten zwölf Sekunden meines Lebens.<br />
So oder so geschah in dieser Zeit außer diesen absolut intensiven Blickaustausch nichts.<br />
Unser Atem hatte sich inzwischen beruhigt und ich bekam ein Gefühl meine Arme zurück.<br />
„Mein Prinz?“, flüsterte ich, etwas ängstlich er könnte wieder sich erinnern warum er gerade dabei war mich zu töten. Er kam näher mit seinen Kopf, so das ich seinen Atem spüren konnte. Nun konnte ich nicht mehr sprechen, ohne das sich unsere Lippen streifen würden.<br />
Was für ein Trick es wohl diesmal war?<br />
Gerade als ich meinen Kopf mehr an den Baumstamm hinter mir pressen wollte, vergrub er seine Finger in meinen Haaren, zog mich näher mit den Kopf zu ihn, so das unsere Lippen regungslos sich leicht berührten. Ein kurzer, sanfter Kuss, dann wieder in derselben Position wie eben: „Er gehört mir&#8230;“, flüsterte er.<br />
Ich bezweifle das er gerade wusste was er tat.<br />
„<em>Als Herr und Meister&#8230;</em> gehört er ganz rechtmäßig mir&#8230; <em>dein erster Kuss&#8230;</em>&#8220;, erneut berührten sich unsere Lippen sanft, es war eine Geste an die ich nie geglaubt hatte das dieser Prinz sie beherrscht.<br />
„Und wie komm ich zu der Ehre?“, während diese Worte über meine Lippen kamen streifte ich weiterhin seine, unsere beiden Augen waren noch ein wenig offen.<br />
Meine Angst die noch eben meinen Körper lähmte wurde durch etwas anderes&#8230; <strong>mächtigeres</strong> Ersetzt.<br />
Seine Hände die noch eben an dem Baumstamm und die andere in meinen Haaren waren packten mich an meiner Schulter und drückten mich auf den Waldboden.<br />
Ein Blick den ich noch nie bei ihm gesehen hatte saugte mir gerade meine Seele auf.<br />
<em>„Weil du mir gehörst.“</em>, sprach er leise, seine Zunge fuhr kurz über meine Lippen, nur um ihren Weg hinein zu bahnen. Erst noch sanft, begann er leidenschaftlicher und verlangender zu werden.</p>
<p>Und für einen kurzen Moment hatte ich erneut das Gefühl das mein Kopf irgendwo schon lange in einen Gebüsch liegt.<br />
Denn ich fand mein Stückchen Himmel&#8230;</p>
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		<title>Bluthusten</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 20:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sei X Raoul]]></category>
		<category><![CDATA[*Long Short]]></category>
		<category><![CDATA[Police]]></category>
		<category><![CDATA[Roleplay]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Stupidity]]></category>

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		<description><![CDATA[Als meine Existenz als Einzelkind vor zehn Jahren mit der Geburt meines kleinen Bruders endete, konnte ich noch nicht voraussehen, wohin mich das Ganze führen würde. Nämlich sechs Jahre später auf ein Polizeirevier, Nase blutig geschlagen und zwei kleine Kinder auf den Stühlen neben mir. Eines davon heulte, sein Vater war der Kommissar, der uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als meine Existenz als Einzelkind vor zehn Jahren mit der Geburt meines kleinen Bruders endete, konnte ich noch nicht voraussehen, wohin mich das Ganze führen würde. Nämlich sechs Jahre später auf ein Polizeirevier, Nase blutig geschlagen und zwei kleine Kinder auf den Stühlen neben mir. Eines davon heulte, sein Vater war der Kommissar, der uns aufgegabelt hatte. Vermutlich würde ich die Nacht hinter Gittern verbringen müssen, eine Lektion fürs Leben.</p>
<p>Aber wisst ihr was? Das waren eben harte Zeiten. Es waren die Zeiten, in denen man nicht mal mehr unschuldig mit seinem besten Freund Sex haben konnte. Das war das einzige Verbrechen, das ich mir einzugestehen bereit bin, mal abgesehen von der Sache mit den Pornos.</p>
<p><span id="more-106"></span></p>
<p>Grausame Welt.</p>
<p>Alles begann denkbar unbedenklich; auf seine jüngeren Geschwister aufzupassen ist wirklich nichts unübliches, meine Eltern waren beide selten zu Hause. Es war Sommer, seine kleine blonde Freundin war vor ein paar Wochen sechs Jahre alt geworden. Blumige Unschuld verbreitete sich durch das ganze vierstöckige Haus, Stille, selbst unsere Bediensteten hatten heute ihren freien Tag. Ich war nicht der einzige, der einen „Freund“ zu Besuch hatte.</p>
<p>„Großer Bruder“, motzte Haruki und zupfte an meinem Hemdsärmel. Yui, die wie immer ängstlich und neugierig zugleich hinter ihm stand, lugte über seine Schulter hinweg.</p>
<p>„Was gibt es denn, hm?“</p>
<p>„Kannst du mir helfen, den Receiver anzumachen?“ Er hatte in letzter Zeit viele neue Wörter gelernt, was wohl an den unzähligen „Erwachsenen“-Sendungen lag, die er sich anschaute. Seufzend erhob ich mich, warf Raoul einen erklärenden Blick zu, der nickte nur. Als mein bester Freund seit Kindergartentagen war er es durchaus gewohnt, mich hektisch durchs Haus rennen zu sehen, um eine infantile Katastrophe zu verhindern oder die Bedürfnisse dieses Mikrotyrannen zu befriedigen.</p>
<p>„Natürlich&#8230;“</p>
<p>„Gut, dann <em>beeil‘ dich bitte</em>!“ Haruki schnappte sich Yuis dünnen Arm, zerrte sie aus dem Zimmer und ignorierte dabei die Tatsache, dass letztere bei jedem Schritt fast stolperte. Ihre Blicke waren auf uns beide fixiert&#8230;seltsam. Keine Ahnung, warum sie überhaupt mitgekommen war. Ich zuckte die Schultern und folgte den beiden ins Wohnzimmer.</p>
<p>Wenigstens hatte er „bitte“ gesagt.</p>
<p>Der Weg war denkbar kurz, dauerte aber wohl länger mit kurzen Beinchen. Gerade kam ein Zeichentrick, den ich für angemessen befand, ein bisschen Kindlichkeit hatte immerhin noch niemandem geschadet, erst recht keinen Grundschülern. Yui schaute mich weiter äußerst interessiert an. Vielleicht hatte ich was im Gesicht?</p>
<p>„Was ist denn?“</p>
<p>„Du Sei-Onii-chan, fasst du den Mann eigentlich auch an?“ Ein aufgewecktes Lächeln erschien auf ihren Lippen, als hätte sie mich gerade gefragt, ob der Himmel denn blau sei, oder doch vielleicht lila gepunktet.</p>
<p>„Raoul? Oh, nat–&#8230;ach weißt du, das erklär‘ ich dir irgendwann mal.“ Sie schaute äußerst unzufrieden drein, nickte aber und krabbelte brav aufs Sofa. Ich hätte schwören können, dass ich aus den Augenwinkeln gesehen habe, dass sie Haruki eilig irgendwas zuflüsterte, als ich das Zimmer verließ, dachte mir aber nichts weiter dabei.</p>
<p>„Und?“ Raoul sah nicht vom Bildschirm weg, als ich wieder in mein Zimmer kam. Einen Moment spielte ich mit dem Gedanken, ihn von Yuis Frage zu erzählen, entschied mich aber dagegen. So war es um einiges lustiger. Ich setzte mich neben ihn und legte meinen Zeigefinger auf seine Handfläche.</p>
<p>„Alles im grünen Bereich, wie immer.“ Ein Kuss auf die Wange, fast wie beiläufig, dann trafen sich unsere Lippen. Er erwiderte den Kuss und es fühlte sich fast so an, als würden elektrische Impulse durch meine Lippen fahren. Ja, ich fasste ihn an. Und ja, ich genoss jede Sekunde davon. Mein Arm legte sich um Raouls Taille, er saugte scharf die Luft ein, als ich ihn gegen das Bett drückte. Es war still im Zimmer, bis auf unseren Atem und die leise Musik aus den Boxen. Kampfmusik, vorwärts treibend; sein Körper unter mir war vertraut warm, und einen Moment lang hatte ich Lust, mein Gesicht auf seiner Brust zu begraben, mich um nichts mehr zu kümmern.</p>
<p>Binnen Sekunden öffnete ich den Reißverschluss seiner Hose mit einem leisen zippen, als mich etwas antippte. Fast schon widerwillig lies ich ihn los und wendete mich dem Störenfried zu.</p>
<p>Yui hatte anscheinend noch eine weitere Frage.</p>
<p>„Ha, hab ich doch gewuuusst. Und wer von euch ist die ‚Seme‘, du oder dein Freund?“ Ihre unschuldigen blauen Augen glitzerten voller Erwartung, Wangen vor Begeisterung rot gefärbt, wenn auch nicht so rot wie Raouls Gesicht gerade; es war ein Ausdruck, den ich bisher bei ihm noch nie gesehen hatte. Sicher dachte er gerade, dass ich die beiden hätte ein-, oder wenigstens die Zimmertür absperren sollen. Das kleine Mädchen indessen bemerkte nichts davon und plapperte sorglos weiter.</p>
<p>„Das habe ich nämlich in dem Video gesehen, das Sei-Onii-chan neulich auf dem Tisch liegen gelassen hat! Bist du der ‚Uke‘?“ Sie trippelte eilig auf Raoul zu, der noch unter mir lag und mir jetzt ein leises „Was für ein Video?“ zuzischte. Das würde ich auch gerne wissen. Zuckte nur die Schultern und hoffte, dass es sich nicht um den Porno handelte, den ich mir von einem Freund geliehen hatte. Aber diese Hoffnung konnte ich wohl knicken.</p>
<p>„Noch ja&#8230;aber warte nur, bis der Wachstumsschub kommt, dann bin ich oben!“ Das Lächeln, mit dem er diese Worte begleite, war fast schon bewundernswert. <em>Sie </em>schien den Satz allerdings etwas anders zu interpretieren und kicherte zufrieden..</p>
<p>„Ui, ein Rebell&#8230;“ Ich hustete und verlagerte mein Gewicht etwas, ignorierte dabei das, was gegen meinen Oberschenkel drückte; dafür war später hoffentlich noch Zeit. Raoul sah mich hilfesuchend  an und ich beschloss, dass es Zeit für kleine Kinder war, wieder zu ihren Blumenwiesen der Unschuld zurückzukehren.</p>
<p>„Yui, du solltest jetzt wirklich gehen.“ Sanft aber bestimmt, warf dabei einen Blick auf Haruki, der bisher in der Tür gestanden und das ganze mit großem Misstrauen beobachtet hatte.</p>
<p>„Macht ihr jetzt Liebe in den Popo? Das will ich aber sehen! Ich störe auch nicht, versprochen.“ Wir zuckten alle drei zusammen. Was sollte man auch in so einer Situation sagen?</p>
<p>„Nein, so weit sind wir nicht.“ Wären wir aber fast gewesen. Es war nur eine Frage von Minuten gewesen. Ich vergrößerte den Druck durch meinen Oberschenkel etwas und sagte nichts – Yui wirkte äußerst enttäuscht.</p>
<p>„Schadeee. Aber wenn, dann sagt ihr‘s mir, ja? Versprochen? Versprich es, Sei-Onii-chan.“ sie hopste von einem Fuß auf den anderen, wurde aber von Haruki dabei unterbrochen, der sie mal wieder am Arm packte und Richtung Tür zerrte.</p>
<p>„Lass sie, die sind doch blöd&#8230;gehen wir uns besser das Video anschauen.“ Er schien eifersüchtig zu sein, dass sie uns beiden so viel Aufmerksamkeit schenkte. Im Moment war das das beste, was so passieren konnte, wenn auch fragwürdig. Vielleicht hätte ich das Case mit dem eines Disney-Films austauschen sollen, das hätte sie weitaus weniger interessiert.</p>
<p>„Ich will das aber in Echt sehen. Da sind immer so komische schwarze Klötze draaauf. Haruki!“ Er schmollte und ignorierte kurzerhand ihren Kommentar.</p>
<p>Sobald die Tür ins Schloss fiel, stand ich auf und drehte binnen Sekunden den Schlüssel um. Raoul setzte sich ebenfalls auf und war bereits drauf und dran, mir seine Meinung zu diesem Thema zu sagen, aber so weit ließ ich ihn nicht kommen, bevor sich unsere Lippen erneut trafen.</p>
<p>Diesmal würde ich es mir von niemandem versauen lassen.</p>
<p>Es dauerte nur drei Tage, bis der Terror auf zwei Beinchen wieder zuschlug. Diesmal hatte ich ihn ans Bett gefesselt, wir waren beide bereits nackt und ich lies meine Finger langsam seinen schlanken Körper herab wandern, nahm das Gefühl jeden Zentimeters seiner Haut in mir auf, seinen Duft, seinen Geschmack. Ignorierte jegliche Beschwerden.</p>
<p>Erneut war alles still, mein Brüderchen und Anhang waren raus gegangen zum spielen. Zumindest dachte ich das, bis die Tür aufflog und ein blonder Kopf durch den Spalt schaute. Wäre ich ein Außenstehender, hätte ich jetzt wohl den Kopf voller Scham abgewandt, oder wenigstens intensiv die Wand angestarrt, wie Raoul es jetzt tat.</p>
<p>„Das ist das, was ich gestern in dem Video gesehen habe!“ Yui krabbelte aufs Bett und besah sich mein Werk genauer. Einen Moment starrte ich sie nur relativ blöd an, dann packte ich sie unter ihren Ärmchen und setzte sie zurück auf den Boden. Meine Geduld war nicht gerade grenzenlos, und auf alle Lebensbereiche erstreckte sie sich auch genauso wenig.</p>
<p>„Yui. Geh mit Haruki spielen, ja?“ Beiläufig zog ich die Bettdecke ein Stückchen höher, nur für den Fall. Sie schüttelte vehement den Kopf und schürzte die Lippen.</p>
<p>„Nein. Heute will ich zuschauen! Im Schrank oder so, ich würde ja auch unter dem Bett, aber das wackelt sicher so.“ Immerhin schien sie sich ja einiges überlegt zu haben, ich hoffte nur, dass sie weder meinen noch ihren Eltern von diesen Erkenntnissen berichtet hatte. Händeringend versuchte ich, mir eine Methode einfallen zu lassen, sie abzuwimmeln. Schnellstmöglich. Raouls verstohlene „ich-hab-dir-doch-gesagt-es-ist-ne-schlechte-Idee“-Blicke von der Wandseite verwandelten sich langsam in „du-fängst-dir-nachher-eine“.</p>
<p>„Das geht nicht“, meinte ich schließlich nur, Schlag ins Gesicht anscheinend. Erst starrte sie mich mit großen Augen an, dann kullerten dicke Tränen ihre Wangen herunter. Es tat mir Leid, aber das war wohl das Beste für alle.</p>
<p>„Na guuut“, schluchzte sie und trippelte langsam wieder zur Tür, wo Haruki bereits auf sie wartete. Er bedachte mich mit dem absolut vernichtenden Killerblick eines Sechsjährigen, und die beiden zogen von dannen. Diesmal machte ich mir nicht die Mühe, aufzustehen.</p>
<p>Raoul versuchte, durch seinen Mundknebel etwas zu sagen; auch diesmal ließ ich ihn nicht weiter kommen. Nächstes Mal würde ich absperren. Aber dafür war jetzt wirklich keine Zeit.</p>
<p>Sein schwerer Atem streifte etwa eine halbe später meine Schulter. „Das zählt nicht&#8230;“ Er seufzte angestrengt und ich musste lachen. Es war eigentlich alles gut, sogar als wir zwei Stunden später mit den Kindern im Schlepptau die Straße entlang schlenderten, auf dem Weg in ein nahe gelegenes Eiskaffee. Er schien ein paar Laufprobleme zu haben, verlangte schließlich, von mir getragen zu werden. Wir gaben wohl ein recht seltsames, aber doch idyllisches Bild ab. Yui befasste sich allerdings eher weniger mit ihrem Vanille-Eis als mit mir und Raoul; ich dachte mir nichts dabei. Nach einer Weile schob dieser sein Parfait zur Seite und beugte sich an mein Ohr.</p>
<p>„Es gibt nie wieder Sex bei dir zu Hause, klar?“ Seltsamerweise war nicht ich es, der den Löffel fallen ließ, sondern Yui. Tränen wallten in ihren Augen auf.</p>
<p>„Ihr macht nicht mehr Liebe in den Popo? <strong>Nie, nie mehr?</strong>“ Das war er, einer dieser Momente, in denen man nichts sehnlicher will als ein Loch im Boden zum verstecken. Praktisch alle Köpfe drehten sich neugierig um, wildes Tuscheln griff um sich.</p>
<p>„Sei-chan, <em>tu gefälligst was</em>!“ Hätte ich gerne, stattdessen saß ich so still wie möglich auf meinem Stuhl und betrachtete das Geschehen; Haruki tat so, als ginge ihn das alles gar nichts an.</p>
<p>Yui weinte erst, dann brüllte sie, immer wie betonend, dass sie doch <em>sehen</em> wollte, wie wir <em>Liebe in den Popo</em> machen, bis Raoul es nicht mehr aushielt und fluchtartig das Café verließ. Ich sprang auf und wollte ihn aufhalten, als mich jemand am Arm packte.</p>
<p>„Was ist das für ein Aufruhr? Kommen Sie mal mit aufs Revier&#8230; Seiichirou?“ Jemand musste die Polizei gerufen haben (Verdacht auf Kindesentführung und Vergewaltigung?), denn mir gegenüber stand Kommissar Shuichi Aihara, Yuis Vater, in dessen Stirn sich immer tiefere Falten bildeten, während er zwischen mir und seiner Tochter hin und her schaute.</p>
<p>„Bitte, ich erklär ihnen das alles&#8230;es wird nur eine Weile dauern.“ Draußen stand ein Polizeiwagen mit blinkendem Licht, neugierige Blicken folgten mir. Fehlte nur noch, dass man mich in Handschellen abführte, aber wenigstens das blieb mir erspart. Dort stand auch der „flüchtige“ Raoul, neben einem bulligen Polizisten und unsere Blicke trafen sich, genauso wie seine Faust meine Nase.</p>
<p>„Das ist alles deine Schuld, du Idiot!“</p>
<p>„Es tut mir leid&#8230;das wollte ich wirklich nicht.“ Sein Bewacher packte ihn und zwang ihn in den Wagen, mich verfrachtete man direkt daneben, eine Hand vor meiner blutenden Nase; es war eine der unangenehmsten und schweigsamsten Autofahrten meines Lebens.</p>
<p>„Wieso bin ich überhaupt hier&#8230;ich hab nie was verbrochen!“, beklagte er sich schließlich im Revier. Yui, an einen nach wie vor gleichgültigen Haruki geklammert, beklagte sich bei Papa weinend darüber, dass man ihr das zuschauen beim Sex verweigert hatte. Er schaute Raoul lange und intensiv an.</p>
<p>„Ich hoffe doch sehr, du hast eine schlüssige Erklärung dafür?“</p>
<p>„Wechseln wir doch lieber gleich zu der Szene, in der sie mich verprügeln.“ Der Kommissar schüttelte nur den Kopf und beugte sich zu seiner Tochter, um sie zu trösten. Nach einer Weile verstummte sie und wischte sich schließlich die letzten Tränen von den Wangen, jetzt etwas nachdenklich.</p>
<p>„Aber, Uke-Raoul hat Sei-Onii-chan doch lieb, oder?“, wollte sie schließlich wissen. Der Angesprochene war geistig inzwischen leicht abwesend. Kinderfinger stachen ihn so lange in seine Seite, bis er schließlich unwirsch vom Putz aufsah.</p>
<p>„Was? Ja, ja klar&#8230;“ Er hatte wohl keine Ahnung, auf welche Frage er gerade geantwortet hatte, aber irgendwie freute es mich trotzdem.</p>
<p>Ich erzählte alles so wahrheitsgemäß wie möglich, auch die Geschichte mit dem „Video“. Yuis Vater seufzte tief und musterte mich geringschätzig.</p>
<p>„Dir ist schon klar, dass du dich strafbar gemacht hast, oder?“</p>
<p>„Ja&#8230;“</p>
<p>„Ihr beiden Clowns verbringt die Nacht hier. Ich werde deine Eltern benachrichtigen. Seid froh, dass das keine schlimmere Folgen hat.“</p>
<p>„Ja&#8230;“</p>
<p>Raoul hockte in der Ecke, starrte mal mich mal den Fußboden an und versuchte Yui zu ignorieren, die ihm ab und zu mit ihrem winzigen Finger in die Seite piekste und aufmunternd anlächelte.</p>
<p>„Wenn Haruki und ich und groß sind, machen wir auch Popoliebe! Aber dann haue ich ihn nicht.“ Ihr Vater und Raoul zuckten fast gleichzeitig mit mir zusammen. Er schien sich das mit den „schlimmeren Folgen“ noch mal genauer durch den Kopf gehen zulassen.</p>
<p>„Am liebsten würde ich euch abknallen wie räudige Hunde&#8230;“ sie schaute ihren Papa entgeistert an,  Tränen traten wieder in ihre Augen. Ihr Vorrat daran schien unbegrenzt zu sein.</p>
<p>„Papa ist gemein&#8230;“ Haruki strich ihr tröstend durchs Haar, während sie vor sich hin schmollte. Ein Glück, dass ich wohl niemals Kinder haben werde. Schließlich sprangen die beiden auf und tapsten Hand in Hand zur Tür; im Vorübergehen flüsterte der Kommissar meinem kleinen Bruder etwas zu, was ich nicht verstand. Vermutlich warnte er ihn davor, ja nicht so wie sein naher Verwandter zu enden.</p>
<p>In der Zelle hatte ich erst mal genug Zeit, mir das inzwischen leicht angetrocknete Blut von der Nase zu wischen. Raoul hatte sich mehr oder weniger beruhigt, und küsste mich sogar in einem unbeobachteten Moment. Von meinen Entschuldigungen dafür, dass ich ihn gefesselt und in diese Lage gebracht hatte, wollte er nichts wissen.</p>
<p>„Es geht doch nicht um das Bondage. Du hättest absperren sollen!“</p>
<p>„Aber doch teilweise.“ Er seufze und lehnte sich neben mir an die Wand.</p>
<p>„Tut deine Nase noch weh?“ Ich grinste gegen die Gitterstäbe und drehte mein Gesicht in seine Richtung.</p>
<p>„Nein&#8230;ist auch nicht gebrochen.“</p>
<p>„Soll ich nochmal schlagen, hm?“</p>
<p>„Danke für das Angebot&#8230;aber nein.“ Wir mussten beide lachen und schauten uns dann gegenseitig an.</p>
<p>„Weit und breit keine Bullen&#8230;und keine Kinder.“</p>
<p>„Höre ich da etwa Andeutungen, Raoul-kun?“ Mein Grinsen wurde noch etwas breiter; diesmal grinste er zurück.</p>
<p>„Ich bin nur für das, was ich sage verantwortlich, was du da verstehst ist deine Sache.“ Durch ein winziges Fenster schien inzwischen das Mondlicht herein, tauchte die Zelle in ein diffuses Licht. Irgendwie war die Situation aufregend. Ein bisschen wie ein Rollenspiel.</p>
<p>Wenigstens konnte ich diesmal sicher sein, dass abgesperrt war.</p>
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		<title>Teufelskreis</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dog X Moé]]></category>
		<category><![CDATA[Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[LOVE]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun kannten Moé und Dog sich schon weit über sieben Monate, in wenigen Tagen wären es ganze acht Monate, in denen sie sich, 64 Tage lang gesehen haben und jeder dieser Tage hatte sage und schreibe exakt drei Runden Sex, das entspricht 192 mal hatten die beiden Sex. Und dennoch war wohl ihr größtes Ereignis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun kannten Moé und Dog sich schon weit <strong>über sieben Monate</strong>, in wenigen Tagen wären es ganze acht Monate, in denen sie sich, 64 Tage lang gesehen haben und jeder dieser Tage hatte sage und schreibe <strong>exakt drei Runden Sex</strong>, das entspricht <strong>192 mal hatten die beiden Sex</strong>.<br />
<strong><em>Und dennoch</em></strong> war wohl ihr größtes Ereignis in dieser Zeit, wie er einmal &#8216;Snow&#8217; bei Dog zuhause probiert hatte – also Moé sein erster Trip, und das Event vor einen Monat.<span id="more-98"></span></p>
<p style="padding-left: 60px">Dog kam diesmal früher zu Moé und durfte so wieder seine Familie begegnen, nicht das Moé sich für Dog schämen würde, eher umgekehrt, er durfte dann immer miterleben, was er selbst Tag für Tag durchmacht.<br />
Da Moé sein Vater ein &#8216;Geldgeiler&#8217; Sack sah, kannte er wohl jede vermögende Familie in Tokyo und Umgebung bei Gesicht und Namen.<br />
Und so erkannte dieser auch Dog <strong>als der Sohn einer dieser Familien</strong>.<br />
<em>Dog ist Dog.</em> Dog ist nicht der Sohn dieser Familie, er hat nichts mehr damit zu tun.<br />
Wenn jemand wusste, was hinter einen Anonym steckt, ein neuer Name, die Beweggründe und das aufwirbeln des alten Namens.<br />
Dann war es Moé.<br />
Und so schrie dieser erneut, heftiger, stärker, so das Dog sein Hund – der ebenfalls Dog hieß – anfing zu bellen. Er selbst wohl meinte, das Moé gleich seinen Vater die Kehle aufschlitzt. Für einen kleinen Moment, schrie Moé <em>nicht für Dog</em>, nicht für diese absolut naive Aussage seines Vaters, <em>sondern für sich</em>, für seine Vergangenheit, für diese absolute Dummheit der Menschheit.<br />
Wie erwähnt, war es absolut bei der Tagesordnung das Moé seine Eltern anschrie, aber er war nicht in Unrecht, seine Eltern waren nicht das Opfer.<br />
Aber das wusste niemand, nicht einmal seine eigene ältere Schwester.<br />
Und dennoch, dennoch war sein Vater still danach, er sah Moé lange an, drehte um und ging aus den Haus, wie jedes Wochenende seine Mutter zu besuchen mit Familie.<br />
<strong> Ohne Moé.</strong><br />
„Danke.“, meinte Dog als einziges zu diesen Event, als sie wieder in seinem Zimmer waren.<br />
Es waren keine großen Worte, aber es war das ehrlich gemeinteste was Moé seit langem gehört hatte.<br />
Nun kannte er den früheren Namen von Dog, es war ein unbehagliches Gefühl, also flüsterte er leise zum Ausgleich den Namen den er früher trug. So war es gerecht.<br />
<em> So war es okay.</em></p>
<p>Seit diesen Event sind nun gut fünf Wochen vergangen, es wurde nie wieder aufgewühlt und weiter gemacht wie bisher. Dog nimmt seine Drogen, es folgen drei Runden hemmungslosen Sex und es folgte bestellter Fastfood.<br />
Eigentlich hätte es für immer weiter gehen können. Aber es geschah ein Unglück.<br />
<strong>Unglück im Glück.</strong> Nicht Glück im Unglück.<br />
Sein Cousin war wie jedes Jahr für 3 Wochen in Japan. Sein Cousin – <em>namens Cecil</em> – ist schwul, süß, zart. Er ist so klug das er ein Stipendium an einer Privat Universität bekam.<br />
<em>Ein Optimismus auf zwei Beinen</em>, dazu sah er auch noch gut aus und sowohl <strong>auf Tiere</strong> als auch auf Menschen wirkte er nicht bedrohlich.<br />
Was war Moé? Moé hatte mit allen Sex solange es willig war, er ist und <strong>war</strong> definitiv NIEMALS süß, und schon gar nicht zart (Mit seinen 168 cm kleinen Körper wiegte er gesunde 66 Kilogramm).<br />
Der Grund das er je auf eine Universität konnte, war wohl weil sein Vater der Dekan der Tôdai Akademie ist, als gestandener &#8216;Emo&#8217; war er alles andere wie Optimistisch und vom aussehen her absoluter Durchschnitt. Tiere? Tiere hassten ihn, attackieren ihn ohne Grund.<br />
<em>Fühlen sich von ihm in ihren Revier bedroht</em>. Selbst der Fisch seiner zweiten Schwester, wählte lieber den Freitod statt das Essen zu futtern,<strong> das ihm Moé gab</strong>.<br />
Dagegen konnte er nicht konkurrieren.<br />
Sowohl Dog der Hund, als auch Dog selbst verstand sich wunderbar mit Cecil, und so wurde Moé sich langsam bewusst dass Dog schon lange nicht mehr sein Sexspielzeug war.<br />
„Was war deine Naturhaarfarbe?“, lachte Cecil Dog an, Dog selbst, der so gut wie nie in Moé seiner Anwesenheit lächelte, schmunzelte Cecil an: „Kastanienbraun, würde man das wohl nennen.“<br />
Moé fühlte sich schon immer fehl am Platz in dieser Welt, aber <strong>so stark</strong> wie in diesen Tagen war es noch nie.<br />
Magenschmerzen überkamen ihn, so das seit Cecil anwesend war, Dog und Moé auch keinen Sex mehr hatten, die Treffen vergingen damit, das Cecil und Dog sich unterhielten, irgendwann kam Dog wieder zu Moé, beide hörten Musik und sein Cousin streichelte den Husky statisch, so das beide öfter einen Stromschlag abbekamen wenn sie den Hund berührten.<br />
Natürlich bemerkte er das Dog langsam sorgen bekam, weil Moé keinen Sex mehr wollte. Selbst dem dümmsten Affen wäre wohl spätestens nach dem 3. Treffen klar geworden das Moé <strong>Sex-süchtig ist</strong>.<br />
Aber ausgesprochen wurde nichts.</p>
<p>Schließlich verging auch der letzte Tag von Cecils Urlaub, eigentlich mochte er seinen Cousin, und die Tage mit ihm sind wirklich schön, und wohl das Event des Jahres wenn er kommt, aber diesmal war es nicht so.<br />
Diesmal, war alles anders.</p>
<p>Selbst zwei Wochen nachdem sein Cousin weg war, konnte sich Moé nicht in die Stimmung für Sex bringen. Gedanken kreisten, er erinnerte sich wieder, warum er zu der Emo Szene gehörte.<br />
<strong> Er verdient keine Liebe. <em>Nur den Tod.</em></strong><br />
Vielleicht hatte er Dog schon an seinen Sex gewöhnt, so das dieser was anderes nicht mehr gewöhnt war. Vielleicht war er auch nur neugierig. Oder er war wirklich besorgt.<br />
Was es war, wird wohl Moé nie erfahren.<br />
Nach ihren 5. Treffen seit Cecil wieder weg war, drehte sich Dog zu ihn auf der Matratze, Musik war nur sehr leise an und ihre Blicke trafen sich: „Was ist los?“, fragte er.<br />
Genauer musste er nicht gehen, es war offensichtlich für beide, wie er auf die Idee kam das etwas nicht stimmte. Und selbst wenn nicht, gelogen wird nicht.<br />
Das hat er sich geschworen vor langer Zeit.<br />
„Keh, ich hasse mich nur einmal wieder mehr wie sonst.“, Moé zog dabei seine Beine enger zu sich, vergrub sein Kinn in der Grube zwischen beider Knien die so entstanden ist. Sein Blick ausweichend.<br />
<strong>Er war verliebt.</strong> In jemanden dessen Liebe wohl nur seinen Trip&#8217;s und seinen Hund galten.<br />
„Weswegen?“, fragte Dog nach. Ein Mensch der eine Frage immer mit einer weiteren Frage in die Gedärme griff. Bis der Antwortgeber nichts mehr weiter weiß, er zufrieden ist oder man diesen abwimmelte.<br />
„Weil ich immer“, verstummte er, Moé wiederholte diesen Satz<em> ein paar mal</em>, bis er den Mut hatte ihn weiter zu führen: „wieder ohne es zu merken Hoffnung mache, in derselben beschissenen Sache, es ist wie ein verfickter <strong>Teufelskreis</strong>!“, gegen Ende verzweifelnder wie er wollte.<br />
Er wollte nicht klingen als würde er in Selbstmitleid baden. Was er aber tat.<br />
Dog streckte sich – wie so oft, ziemlich verspannt der Bursche – und sah ihn weiter an, undefinierbarer Blick, jenseits von positiv oder negativ: <em>„In welcher Sache?“</em><br />
„Liebe nennt man das wohl.“, das dieser Satz so trocken zwischen seine Lippen ihren Weg nach draußen fanden erschreckten ihn selber.<br />
Was er wohl an Dog liebte war, das er &#8216;eins und eins&#8217; zusammenzählen konnte.<br />
Er blinzelte ein paar mal – fast schon ungläubig: „Du liebst&#8230;mich?“<br />
Bevor er über seine eigenen Worte nachdachte, gab er schnell ein: „Ja, es tut mir leid für dich, mach dir keine Mühe.“, hervor.<br />
Eine Abfuhr würde er nicht ertragen, also gibt er sich lieber selber eine.<br />
Das Gesicht von Dog verzerrte sich ein wenig, die schlechte Laune von Moé übertrag sich anscheinend: „Was meinst du?“<br />
„Ich weiß das du auf Cecil stehst. Ist ja nichts verwerfliches, er ist wohl der Ausgleich für all das schlechte auf dieser Welt&#8230;“, kein Sarkasmus.<br />
Es war die Wahrheit. Es war das <strong>was Moé über seinen Cousin dachte</strong>. Aber Cecil hatte doch genug Männer um sich, er hat genug Jungs die ihn mögen, so muss er ihn nicht auch noch Dog wegnehmen.<br />
„Ich bin nicht in Cecil verliebt.“, gab Dog genauso trocken zurück.<br />
Fakten wurden auf den Tisch – hier wohl auf die Matratze – gelegt.</p>
<p>„Das kommt noch.“<br />
„Er ist süß, aber deswegen muss ich mich noch lange nicht in ihn verlieben.“</p>
<p>Das Dog Moé mochte, war anscheinend nicht ganz rüber gekommen für den Betreffenden.</p>
<p>„Jahaa~ wenn du es sagst.“, es kam schlechter rüber als Moé es meinte, er glaubte ihn wirklich und war wieder beruhigt.<br />
So konnte er wenigstens noch Sex weiterhin mit Dog haben.<br />
Dann kam der nächste Gedanke.<br />
Nach diesen Liebesgeständnis, nach der Art wie es gesagt wurde, der Dialog.<br />
Dog wird nichts mehr mit Moé zu tun haben wollen.<br />
Mit diesen Gedanken verabschiedete er sich von Dog&#8230;</p>
<p>„Was?“, wurde Moé begrüßt von Dog. Anscheinend sprach Moé sein Gesicht ein ganzer Roman, warum dieser überrascht war Dog wieder vor seiner Türe zu sehen.<br />
„Es gibt viele Gründe, für meinen Blick. Freut mich trotzdem.“, und er konnte sich selbst nicht davon abhalten, seine Gesichtsmuskeln einmal für ein Lächeln zu verwenden<br />
„Hey du kannst ja lächeln.“, grinste Dog während er mit seinen Händen Moé seine Haare wuschelte – wie bei einen Hund &#8211; und sich dachte, dass ein Lächeln Moé ausgezeichnet steht&#8230;</p>
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		<title>Vielleicht</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haruki X Odin]]></category>
		<category><![CDATA[Roleplay]]></category>
		<category><![CDATA[Romance]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht war es die Stille, die mich so nervös machte. Vielleicht die Tatsache das nur wir beide in meinen Büro waren. Oder das Faktum, das Haruki gerade keuchte wie ein Triebtäter während er seine Karottenjeans öffnete. Da stand er also, ein Sterblicher, jemand der – wenn ich es nicht besser wüsste – mein Zwillingsbruder sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht war es <strong>die Stille</strong>, die mich so nervös machte. Vielleicht die Tatsache das <strong>nur wir beide</strong> in meinen Büro waren. Oder das Faktum, das Haruki gerade keuchte <strong>wie ein Triebtäter</strong> während er seine Karottenjeans öffnete.<br />
Da stand er also, ein Sterblicher, jemand der – <em>wenn ich es nicht besser wüsste</em> – mein Zwillingsbruder sein konnte, alles so weit so gut, nur leider&#8230;<br />
Er ist Schwul&#8230;<br />
… er will Sex mit mir&#8230;<br />
… er holt sich den Sex mit mir auch immer&#8230;<span id="more-93"></span></p>
<p>Und das größte Problem ist wohl: Ich hab eine Homophobie. Je nachdem wie nah und intensiv ich einen Kontakt mit einen habe, kann es bis zur Ohnmacht ausarten.</p>
<p>Alles ging sehr schnell, das ausziehen, der Sex und meine Ohnmachtsanfälle. Der Schmerz in meiner Kehle – vor lauter schreien – wurden ausgelöscht durch das zarte streicheln von ihm danach.<br />
Ob er wohl wusste das ich es unterschwellig mitbekomme <strong>was er macht</strong>, während ich regungslos daliege?</p>
<p>Ein paar Tage später sah ich ihn zusammen mit diesen Blondhaarigen Mädchen, Yui Aihara, anscheinend seine beste Freundin in der Schulmensa. Anscheinend schien ihn etwas zu stören, ich weiß es wirklich nicht, aber eins weiß ich: Das bei größeren Events im Leben immer zwei Personen eine Rolle spielen, so werde auch ich meine Schuld tragen warum ich regelmäßig Sex ertragen muss mit meinen eigenen Studenten.</p>
<p>(<em>Anzumerken hier:</em> Ich wurde wieder von meinen Vater hinausgeworfen und arbeite als Wirtschaftsprofessor in der Tôdai)</p>
<p>Die letzten Tage hatte ich ihn nicht gesehen – warum wohl? &#8211; und da wir anscheinend schon regelmäßig Sex hatten nahm ich mir die Freiheit ihn bei seinen Vornamen zu rufen: „Hallo Haruki.“, ich lächelte ihn an, und bemerkte wie er mich mit großen Augen ansah.<br />
Nicht auf die negative Weise, sondern auf eine sehr&#8230; <strong>sehr bekannte Weise&#8230;</strong><br />
&#8220;Geht der Unterricht für dich zu schnell? Du bist zwar mein 2. bester Schüler, dennoch merke ich deine Leistungen geben nach.“, besorgt sah ich Haruki an. Lag es an mir? <em>War ich ein schlechter Professor?</em><br />
„Wer ist der Beste?“, kam wie aus einer Pistole geschossen aus ihm heraus.<br />
Meine Gedanken kurz geordnet: „Das ist keine Antwort.“, mein Braunhaariger 186cm großer Student schien für den Bruchteil einer Sekunde schmollen zu wollen: „Es ist eine Frage&#8230;“<br />
Anscheinend war ihm meine Art zu direkt oder zu vertraut, ich entschied mich nicht ihn weiter zu drängen und sprach leise: &#8220;Hm&#8230; wenn du nicht darüber reden willst ~&#8221;<br />
Am anderen Ende des Ganges stand Ceres, die wohl so etwas für mich wie eine kleine Schwester war, sie winkte mir zu um mir zu sagen das sie Lunch für mich gemacht hat.<br />
Noch kurz Haruki und Yui zunickend ging ich in ihre Richtung, wurde aber von Haruki wieder gerufen: <em>„Sensei!!“</em></p>
<p>Ein Schulterblick zu ihm, für einen kurzen Moment dachte ich er wäre zu Stein erstarrt.<br />
Nun stützte er beide Hände auf den Tisch ab: „Ich habe zwei bitten&#8230;“, er blinzelte – <strong>was wirklich erwähnenswert</strong> ist denn ich hatte das Gefühl er verweigert das Blinzeln oft – und ich zog eine Augenbraue fragend hoch: „Erstens hätte ich auch gerne Nachhilfe von Ihnen, falls möglich nicht zur selben Zeit wie&#8230; Chirac&#8230;und zweitens&#8230;&#8221;, dann richtete er sich auf um das gesagte zu unterstreichen: „Sobald ich der Beste bin, werden Sie mir sagen, wen ich überholt habe.“<br />
Sein Glänzen in den Augen raubte mir für einen Moment den Atem.<br />
Nachdenkend legte ich einen Finger auf die Lippen und zwinkerte: „Nein, tu ich nicht.“, dann ging ich weg.<br />
Bevor ich mich hinsetzte rief Ceres auch schon Yui zu sich her, sie hatte in den Händen Fotos, von denen sie meinte sie beißt mir eher die Finger ab bevor sie mir die zeigen würde.<br />
<em> Als ich fragte ob es Fotos von mir sind, schwieg sie.</em><br />
Das blond-haarige Mädchen, dessen lächelndes Gesicht ich irgendwie mit einen Pfeil verband – ich weiß wirklich nicht warum! &#8211; kam alleine und so sah ich wie Haruki ganz alleine auf diesen großen Tisch saß. Ich nahm meinen kleinen Notizblock aus der Karottenjeans und kritzelte ein:</p>
<p style="padding-left: 30px"><em> &#8220;Komm her (^_^*) ♥&#8221;</em></p>
<p>auf das Blatt bevor ich es ihm an den Kopf warf. Fast 45 Sekunden lang sah er mein Blatt an – also ich kann „mit Fug und Recht“ behaupten das meine Schrift IMMER leserlich ist &#8211; aber er hatte die Message verstanden und saß sich neben mich.</p>
<p>Vielleicht war es nichts besonderes für ihm, und unter den vielen Studenten fielen wir <strong>wahrscheinlich</strong> gar nicht auf. Aber aus mir noch unbekannten Gründen, entspannten wir uns beide sehr, als wir an diesen Tisch Schulter an Schulter saßen und die Aura des jeweils anderen genossen&#8230;</p>
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		<title>Ausnahmefall</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 21:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sei X Raoul]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jungs, leben in ihrer eigenen verqueren Welt. Ansichten dieser Welt jenseits der &#8216;Normalos&#8217; der dummen Menschen. „Haw&#8230; nicht so schnell Sei-chan&#8230;“, meine freie Hand krallt sich in sein Bettlacken. „Du magst es doch schnell, Raoul-kun.“, ein schelmisches grinsen … Was wir genau machen dürfte offensichtlich sein. Erleichterung in unsere Pubertät ist unvermeidbar. Und da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Jungs, leben in ihrer eigenen verqueren Welt. Ansichten dieser Welt jenseits der &#8216;Normalos&#8217; der dummen Menschen.<br />
„Haw&#8230; <strong>nicht so schnell</strong> Sei-chan&#8230;“, meine freie Hand krallt sich in sein Bettlacken.<br />
„Du magst es doch schnell, Raoul-kun.“, ein schelmisches grinsen …<br />
Was wir genau machen dürfte offensichtlich sein. Erleichterung in unsere Pubertät ist unvermeidbar. Und da Sei-chan und ich schon sehr frühreif waren (Was übrigens daran lag, das er ein sehr großes Interesse in der menschlichen Fortpflanzung – aka Sex – hatte). Als wir älter wurden, schliefen wir immer noch meistens über Nacht bei jemanden, und irgendwann meinte Sei-chan:</p>
<p style="padding-left: 60px"><em>„Es heimlich tun ist doch dumm. Machen wir es uns doch gegenseitig.“</em></p>
<p>Er war schon immer gut im manipulieren. <strong>Elender Manipulator&#8230;<span id="more-83"></span></strong></p>
<p>Nun saßen wir aber hier, auf seinen Bett, Türe abgeschlossen damit sein kleiner Bruder und dessen Freundin uns nicht stören. Vor uns sein Fernseher, und am spielen.<br />
„Raoul-kun?“, eröffnete er das unheilvolle Gespräch.<br />
„Was ist denn?“, natürlich waren wir beide konzentriert auf das Spiel, anscheinend wollte er aber meine ganze Aufmerksamkeit denn mein Mitleben wurde abrupt unterbrochen als der Pausebildschirm mich aus meinen Illusionen warf, gegen riesige Roboter zu kämpfen um das Universum zu beschützen.<br />
„Moment&#8230;“, Controller auf den Bett gelegt, noch an Sei-chan gelehnt saß ich mich richtig auf und drehte mich zu ihm: <em>„Also, was gibt es?“</em><br />
„Raoul&#8230;“, wiederholte er, und schon wurde das Zeichen gegeben das es ernst war, mein grinsen das noch eben mein Gesicht zierte verschwand: „Ja?“<br />
„Findest du nicht“, er schien die Worte zu suchen, sah mir abwechselnd in die Augen und dann wieder zur Seite: „Das du dich seltsam verhältst?“<br />
Seltsam? Stört es ihm?</p>
<p>Die Wahrheit ist, das ich in der Grundschule <strong>gehasst</strong>, in der Mittelschule auch <strong>gefürchtet</strong> wurde, aber nun, in der Oberschule war das anders.<br />
Eigentlich hätte es auch anders laufen können, und ich hätte es wahrscheinlich so provoziert das es anders gelaufen wäre. Aber seit ich die Schüler in der Mittelschule gehört habe wie sie über meine Sei-chan&#8217;s Freundschaft redeten, <em>war alles anders&#8230;</em></p>
<p style="padding-left: 60px">„Tanimoto-kun ist so nett. Schade das er dauernd mit diesen Ausländer abhängt.“<br />
„Das tut er bestimmt nur weil er sonst keine Freunde hat.“<br />
„Klar, und solange er bei Dupont ist wird sich das auch <strong>nicht</strong> ändern.“</p>
<p><em>„Definiere &#8216;seltsam&#8217;“</em>, antworte ich nur auf seine Frage, Schneidersitz vor ihm hockend.<br />
„Du redest auf einmal mit anderen Schülern, du machst sogar Witze&#8230; Raoul hat doch sonst immer nur mit mir geredet und Witze gemacht.“, er wurde immer leiser gegen Ende.<br />
Oh. Mein. Gott.<br />
„Bist du eifersüchtig?“, erstaunt über diese Tatsache rutschte ich näher zu ihn: „Sei-chan ist eifersüchtig?“, wiederholte ich und fing an leise zu lachen.<br />
Nun so gebeugt das Sei-chan gegen die Wand lehnen muss: „Ja, ich bin eifersüchtig.“<br />
Als erstes wollte ich grinsen, dann ernst schauen, zum Schluss nur noch loslachen.<br />
Aber ich entschied mich seinen Kopf zu tätscheln und zu sagen: „Sei-chan braucht nicht eifersüchtig zu sein. Immerhin ist er der einzige den ich berühre <strong>und</strong> der mich berühren darf.“</p>
<p>Natürlich, auch wenn ich versuche Human zu sein, und mit den Mitschülern klar zu kommen, müssen mich noch lange nicht sie an tatschen oder MICH betatschen lassen.</p>
<p>An seiner Reaktion konnte ich sehen das ihm der Gedanke gefiel. Schließlich saß ich mich wieder in meine Ursprungsform zurück – angelehnt an Sei-chan mit den Controller und <em>wartete</em> darauf das er den Pause Bildschirm auflöst.<br />
„Raoul-kuuuun.“, ertönte seine Stimme bevor mich zwei lange Arme von hinten umarmten und drückten.<br />
„Nur weil ich es dir erlaube musst du noch lange nicht&#8230;. argh!“, mein zappeln und Protest wurde nicht erhört, letzten Endes kam ich an diesen Tag nicht mehr zum spielen&#8230;<br />
<em>„Na gut&#8230; aber das heute ist ein Ausnahmefall&#8230;“</em>, murmelte ich während ich mich selbst nicht davon abhalten konnte etwas verlegen zu werden&#8230;</p>
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		<title>Vordere Milchzähne</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sei X Raoul]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war schon damals das Kind das immer gemieden wurde, aber nicht auf grausame Weise. Auf die: &#8216;Er ist ein Außenseiter&#8217; Weise, sondern eher die &#8216;Ich schubse Kinder von der Schaukel&#8217; Weise. Da saß ich also, alleine auf der Schaukel, allgemein alleine auf dem Spielplatz. Alle haben Angst vor mir. Alle lassen mich in Ruhe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war schon damals das Kind das immer gemieden wurde, aber nicht auf grausame Weise. Auf die: &#8216;Er ist ein Außenseiter&#8217; Weise, sondern eher die<em> &#8216;Ich schubse Kinder von der Schaukel&#8217;</em> Weise.<br />
Da saß ich also, alleine auf der Schaukel, allgemein alleine auf dem Spielplatz. Alle haben Angst vor mir. Alle lassen mich in Ruhe.<br />
Dumme Kinder. Dumme Aufsichtsperson. Alle sind dumm. Außer mir.<span id="more-78"></span><br />
„Hallo.“, erklang eine Stimme, vor mir steht Seiichirô, das beliebteste Kind hier. Sein Lächeln ist so unschuldig und naiv das es mir den Magen umdreht. Wahrscheinlich ist er noch so kindisch und glaubt an den Weihnachtsmann, den Osterhasen oder an so etwas in der Art.<br />
Anscheinend meinte er, das ich seine Anwesenheit toleriere, nur weil ich ihm keine Antwort gebe, so setzt er sich einfach auf die Schaukel neben mir.<br />
„Ich bin Seiichirô.“, meinte er in der Stille groß zu verkünden. Ich gebe ihn immer noch keine Antwort. Dieses lächeln, dieses lächeln, wie es mich aggressiv macht. Ich kämpfe mit den Drang ihn von der Schaukel zu schmeißen, um sein hübsches Gesicht – das noch die vorderen Milchzähne hatte, im Gegensatz zu mir – im Schlamm versinkt.<br />
Nachdem ich genug von dem quietschen der Schaukel hatte – auf dem dieser naive, beliebte, hübsche Junge meinte das man darauf schaukeln muss – ging ich ohne ihn eines Blickes zu würdigen zurück in den Spielraum.<br />
Ich dachte damit hätte ich ihn verjagt, doch schon am nächsten Tag sollten wir in einem Gruppenspiel jeweils zwei Kinder die Bälle zueinander werfen um &#8216;fangen&#8217; zu üben.<br />
„Ich nehme <strong>Raoul-kuuun</strong>!“, rief Seiichirô und nahm sich einfach meine Hand die er hochhob.<br />
Da ich in Gruppenspielen IMMER bei der Aufsichtsperson landete, da das Kind das zu mir zwangsverpflichtet wurde anfing zu immer weinen, war es mir ausnahmsweise einmal recht.<br />
Es ersparte mir eine lange Rede darüber wen ich hauen darf und wen nicht.<br />
Ich vermied seinen Namen zu sagen, Emotionen zu zeigen oder gar länger mit ihn zu reden als irgendwie nötig.<br />
„Mach mal schneller.“ &#8211; „Wirf richtig.“ &#8211; „Doch nicht so werfen!“ &#8211; „Wow du kannst ja fangen.“<br />
Als wir fast fertig waren mit der Zeit, umklammerte er den Ball: „Warum sagst du nicht meinen Namen?“, da war sie, der Grund warum ich andere Kinder hasse. Das schmollen.</p>
<p>„Wirf einfach den Ball.“<br />
„Nein.“<br />
„Ich sagte du sollst den verdammten Ball werfen!“<br />
„&#8230;“<br />
„Wenn du nicht sofort den Ball wirfst dann&#8230;“</p>
<p>Ich ging schon bedrohliche große Schritte auf ihn zu, und ehe ich mich versah rollten wir über den Boden. Ganz schön kräftige Schläge für einen fünf-jährigen.<br />
Letzten Endes saßen wir mit Schürfungen wieder auf der Schaukel während <em>meine Eltern</em> sich anhören durften was geschehen war.</p>
<p>„Du bist stark. Machst du Kampfsport?“<br />
„Judo.“</p>
<p>Sein Lächeln das mich die letzte Zeit immer verfolgte, das mir Gestern an dieser Schaukel geschenkt wurde und auch heute bevor dieser Streit war – war verschwunden.<br />
„Schau nicht so.“, murmelte ich leise, meine Füße bewegten sich ein wenig so das ich das erste Mal seit ich zurückdenken kann, eine Schaukel benütze um zu schaukeln.<br />
Sein Gesicht bleibt so.<br />
„Lass uns gehen Raoul.“, meinte meine Mutter, ihr lockiges, schulterlange, blondes Haar war etwas krauser wie sonst, und deuteten daraufhin das sie aus ihren Bett gejagt wurde.<br />
Wir liefen ein paar Schritte, als ich wieder zurück zu der Schaukel sah. Seichirôs Eltern waren wieder nicht pünktlich hier um ihn abzuholen – wenn ich es mir recht überlege war ich immer mit ihm alleine im Kindergarten da unsere Eltern sich oft verspäteten&#8230; ob er mich da beobachtet hat? <em>Eigentlich hab ich seine Eltern noch nie gesehen.</em><br />
Und diesen Gesichtsausdruck ebenfalls nicht.<br />
Ich befreite mich kurz aus den Griff meiner Mutter, lief ein paar Schritte zurück und winkte ihm, einen Arm hoch und weit hin und her bewegen: „Bis morgen <strong>Sei-chaaaan</strong>.“<br />
Da war es auf einmal wieder.<br />
Dieses Lächeln.<br />
Er sprang von der Schaukel auf und winkte mir genauso zu: <strong><em>„Bis morgen, Raoul-kuuun!“</em></strong></p>
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		<title>R: Blaugrün</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 14:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Yui X Zooé]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[Fairytale]]></category>
		<category><![CDATA[Prince]]></category>
		<category><![CDATA[Romance]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin es nicht gerade gewohnt, auf Bälle eingeladen zu werden; im Übrigen ist mein Interesse daran auch relativ gering. Nicht dass ich nicht gerne tanzen würde, ganz im Gegenteil, aber die meisten Leute dort übersehen mich entweder ganz oder glauben, ich sei eines dieser Mädchen, das bei jedem noch so dummen Spruch anfängt dümmlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin es nicht gerade gewohnt, auf Bälle eingeladen zu werden; im Übrigen ist mein Interesse daran auch relativ gering. Nicht dass ich nicht gerne tanzen würde, ganz im Gegenteil, aber die meisten Leute dort übersehen mich entweder ganz oder glauben, ich sei eines dieser Mädchen, das bei jedem noch so dummen Spruch anfängt dümmlich zu kichern und sein Gegenüber für den herausragendsten Komiker dieses Jahrhunderts hält. Im Normalfall ist mir das ja relativ egal. Der Mensch gewöhnt sich an die erniedrigendsten Dinge. Trotzdem vermeide ich solche Veranstaltungen, sofern es irgendwie möglich ist.</p>
<p>Die Festlichkeit, auf der ich mich heute bewege, ist eine Feier anlässlich der Sommersonnenwende, soweit ich mitbekommen habe. Mitgekommen bin ich als offizielle Begleitung des Prinzen. Aber eigentlich ist der für mich einfach nur mein bester Freund, der keine Lust gehabt hat, sich alleine in die Höhle der oberen Zehntausend zu bewegen und seelischen Beistand angefordert hat. Inzwischen tanzt er irgendwo mit einem Mädchen in einem blauen Kleid, und einem mit Rosen verzierten Hut in derselben Farbe, während ich etwas verloren durch den Ballsaal laufe. Der Boden ist fast schon spiegelartig blank poliert, und, wie ich feststellen darf als ich auf einmal ausrutsche und wenig damenhaft nach vorne stolpere, leider auch gewachst.</p>
<p><span id="more-73"></span></p>
<p>Um nicht hinzufallen, klammere ich mich an eine Säule, die gerade vor mir steht, und die mit Schmucktüchern behängt ist. Nochmal Glück gehabt. Rundum tanzen die Leute, lachen und poussieren, schließen neue Geschäftsverträge ab oder schauen sich nach einem potenziellen Partner fürs Leben – oder wenigstens für die nächsten zwei Monate – um. Und ich stehe mitten im Raum, an eine Marmorsäule geklammert als ginge es ums nackte Überleben. Irgendwie muss ich bei dem Gedanken lächeln, und überlege sogar, wenigstens mal dem Buffet einen Besuch abzustatten, als er mir ins Auge fällt. Das Lächeln bleibt auf meinem Gesicht kleben.</p>
<p>Er hat feuerrote Haare, hell grüne Augen, die leicht ins Bläuliche stechen, jemand, der die Blicke auf sich zieht. Und trotzdem befindet er sich nicht mitten im Geschehen, sondern steht leicht abseits, gelehnt an die gegenüberliegende Säule, und schaut vage in meine Richtung. Sein Gesicht unbeweglich, fast wie in Stein gemeißelt. Ein Monument. Ich starre ihn an, warte auf irgendeine Regung in seinem Gesicht die mir verrät, dass er nicht bloß eine besonders realistische Statue ist. Schließlich treffen sich unsere Blicke. Irgendwas zieht sich in mir zusammen, als ich in seinen blaugrünen Augen versinke, beinahe zu ertrinken glaube in diesen wenigen Sekunden.</p>
<p>Plötzlich dreht er sich um und verschwindet durch die Tür zum Balkon. Ich will ihm hinterher laufen, will wenigstens seinen Namen erfahren, aber ich bleibe einfach stehen, meine klammen Finger rutschen fast an dem kühlen Stein ab. Es kommt mir beinahe so vor, als würde mein Herzklopfen das Orchester am anderen Ende des Raumes übertönen. Sie stimmen gerade einen flotten Walzer an, als ich mich langsam umdrehe und zurück in Richtung des regen Treibens laufe.</p>
<p>Die ganze Zeit denke ich an sein Gesicht. Ich würde ihn gerne mal lächeln sehen. Sicher sieht er niedlich damit aus.</p>
<p>Haruki wirft sich in seinem Sitz zurück und mustert mich mit einem gewissen Maß an Geringschätzung, von dem ich nur vermuten kann zu wissen, worauf es sich gerade bezieht.</p>
<p>„Und du hast dich einfach umgedreht? Und bist <em>Tee trinken gegangen?</em> An diesem Buffet? Oh, bitte sag, dass das gelogen ist. Das glaub ich nicht. Nicht <em>das</em> Buffet. Abgesehen davon, du trinkst ja nicht mal Tee.“ Er schnaubt und fährt sich mit den Fingern ungeduldig durch die dunkelbraunen Haare. Anscheinend ist es ihm ein Bedürfnis, möglichst oft auf die geringe Qualität des Buffets hinzuweisen, denn das ist bereits die dritte Bemerkung gewesen, die er im Verlauf unserer zehnminütigen Unterhaltung dazu gemacht hat. Seiner Laune kann ich entnehmen, dass das Treffen mit der Dame in Blau nicht gerade zu seiner vollsten Zufriedenheit abgelaufen ist.</p>
<p>„Ich wusste nicht, was ich machen sollte&#8230;“, antworte ich murmelnd. Ich hab es wirklich nicht gewusst. Am Ende war es für ihn nur ein Blickaustausch mit einem Mädchen, dass er zufällig auf einem Ball getroffen hatte. Haruki rutscht auf die andere Seite der Sitzbank und knallt dabei gegen die Seitenwand; der Kutscher wagt es nicht, eine Bemerkung dazu abzugeben, als es im Innenraum anfängt zu wackeln.</p>
<p>„Auhaaaah&#8230;.“ Er reibt sich den schmerzenden Arm und schaut mich dann prüfend an.</p>
<p>„Und, wer ist es?“ Die Frage aller Fragen, die ich zu gerne beantwortet wissen würde.</p>
<p>„Ich kenne seinen Namen nicht&#8230;“ Seufzend blicke ich auf die vorbeiziehende Landschaft vor dem Fenster. Das Anwesen der De Chiracs, auf dem die Feier stattgefunden hat, liegt schon lange hinter uns, uns mit ihm der Unbekannte, mit diesen wunderschönen Augen und dem steinernen Ausdruck.</p>
<p>„Dann beschreibe ihn eben, bleibenden Eindruck scheint er ja bei dir hinterlassen zu haben.“ Inzwischen hält Haruki sich mehr oder weniger ruhig auf seinem Sitz. Ich bin noch nicht dazu gekommen, ihn nach seiner Version des abends zu fragen, auch wenn es mich brennend interessieren würde.</p>
<p>„Er hat rote Haare&#8230;ganz rot&#8230;blaugrüne Augen und–“</p>
<p>„Zooé De Chirac.“, meint er trocken und zieht eine Augenbraue hoch. „Ich wusste gar nicht, dass du auf rothaarige stehst.“</p>
<p>„Ich stehe doch nicht&#8230;das hat nichts mit der Haarfarbe zu tun.“ Mein Gesicht fühlt sich bedenklich heiß an. Ich wische mir über die Wangen, vergeblich. In meinem Bauch zieht sich etwas zusammen. Zooé De Chirac, der Sohn des Königs. Er war wohl ein paar Mal am Hof zu Besuch, allerdings habe ich nie viel davon mitbekommen.</p>
<p>„Heißt das, ich werde ihn wiedersehen?“ Haruki zuckt die Schultern und kratzt sich hochkonzentriert am Kinn. Anspannung steigt in mir auf, instinktiv kralle ich mich fester ins Sitzpolster. Es dauert eine Weile, bevor er antwortet.</p>
<p>„Schau nicht so erschrocken, natürlich seht ihr euch wieder. Er ist nächste Woche wieder zu einem Ball bei uns eingeladen.“</p>
<p>„Hoffentlich&#8230;“ Ich betrachte weiter die vorbeiziehende Landschaft. Aber draußen wirkt alles blaugrün.</p>
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		<item>
		<title>R: Die Haarsträhne</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 19:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[* Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Yui X Zooé]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[Fairytale]]></category>
		<category><![CDATA[Prince]]></category>
		<category><![CDATA[Romance]]></category>

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		<description><![CDATA[READ ME: Geschichten die mit: &#8220;R&#8221; gekennzeichnet sind gehören zu der Storyline &#8220;Rennaissance&#8221;, es sind mehrere Crossover Pärchen in dieser Geschichte, ausserdem spielt sie im Mittelalter, sie wirft mit Klischees um sich aber ist dennoch unterhaltsam, genug der Worte, los gehts &#60;3 Es war eine große Feier, die Sonnenwendfeier stand heute bevor, und so wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color: #339966"><strong>READ ME</strong>: Geschichten die mit: &#8220;R&#8221; gekennzeichnet sind gehören zu der Storyline &#8220;Rennaissance&#8221;, es sind mehrere Crossover Pärchen in dieser Geschichte, ausserdem spielt sie im Mittelalter, sie wirft mit Klischees um sich aber ist dennoch unterhaltsam, genug der Worte, los gehts &lt;3</span></p></blockquote>
<p>Es war eine große Feier, die Sonnenwendfeier stand heute bevor, und so wurde das Adelsgeschlecht als auch die Königsfamilien der benachbarten Königreiche eingeladen dieses Event zu feiern. Und obwohl ich mich – als Prinz dieses Königreiches – eigentlich amüsieren könnte mit Tanzen oder zumindest dem Buffet, entschied ich mich – gegen die Etikette – mich zurück zuziehen.<br />
Da stand ich also, angelehnt an einer Säule und beobachtete all die Glücklichen Gesichter, ein Kleid prachtvoller wie das andere.</p>
<p><span id="more-55"></span>Unter normalen Umständen wäre sie mir wohl nicht aufgefallen, langes blondes Haar –<strong> nicht selten genug</strong>, Azurblaue Augen –<strong> in dieser Kombi genauso &#8220;selten&#8221;</strong>, ein passendes Lächeln – wie jeder hier und ein so aufwendiges Outfit von dem ich wusste das mit diesen Geld eine Bauers Familie über den Winter kommen würde – <em>nicht das mich das Leid anderer Menschen im geringsten interessieren würde</em>.<br />
Wahrscheinlich war es diese eine Haarsträhne die hoch stand wie der Fühler eines Schmetterlings, und die mehr Haarwachs zu haben schienen als der Rest ihrer Frisur.<br />
Diese eine Haarsträhne störte diesen Bild so sehr, wie in einen Stall voller Schimmel ein Rappe, dennoch war es auf diese Art genauso faszinierend.<br />
Da war er, dieser Augenblick in denen man vom Theatern und in Gedichten hört.</p>
<p><strong>Unsere blicke trafen sich.</strong></p>
<p>Das faszinierende war wohl, das wir kein einziges Wort aussprachen, wir kamen uns nicht einmal nah genug für einen Handkuss, einen Tanz oder einfach nur das Parfüm des jeweils anderen zu riechen.<br />
Weder Bilder, noch Klänge, noch Wörter, könnten Beschreiben was da passiert ist.</p>
<p>„Du bist unkonzentriert, Zooé.“, lachte Elijah, mein Bruder, als wir gegeneinander Fechten, er zog seinen Helm aus und seine hellbraunen, gelockten Haare die einen Stich ins Orange hatten kamen zum Vorschein. Um den Frieden von diesen und den anderen Königreich zu wahren, wurden jeweils die Prinzen ausgetauscht, ursprünglich waren die jüngsten geplant, doch da der Erstgeborene des Nachbarreichs uns praktisch aufdrängte wurde auch hier unser Erstgeborener – Elijah – zu ihnen geschickt.<br />
Dennoch ließ er es sich nicht nehmen öfters vorbei zu kommen und die neusten Neuigkeiten aus erster Hand – nämlich meiner – zu erfahren.<br />
Ich starrte noch eine Weile zu Elijah&#8217;s Degen dessen Spitze wenige Millimeter von meiner Nase entfernt war, lügen war zu offensichtlich, im Fechtkampf war ich der beste des Königreich: „Und wenn schon&#8230;“, murmelte ich, und mein Bruderherz malte Muster mit seinen Degen in die Luft: „Wer ist die Dame?“<br />
<em> Wie ich ihn hasse.</em></p>
<p>„Sie ist nicht mein Typ.“<br />
„Also ist sie dein Typ.“<br />
„Was soll denn das heißen?“<br />
„Sobald jemand etwas besonderes ist&#8230;“<br />
„Sie ist nichts besonderes.“<br />
<strong> „Und dennoch hält sie dich vorm Sieg ab.“</strong></p>
<p>Schweigen erfüllte die Szene, er sah mich lange an, als wäre gerade meine Haut Lila gefärbt auf einmal, dann drehte er sich mit den Rücken zu mir: „Das ist die erste Diskussion bei der ich gewonnen habe in 20 jungen Jahren&#8230;“<br />
Leider wusste ich nicht was korrekter war, ihn hier und jetzt köpfen und es als Unfall aussehen lassen, oder seinen Kopf offiziell auf einen Lanzen zu stecken und damit&#8230;<br />
„Das liegt nur wegen dieser einer Haarsträhne von ihr&#8230;“, als ich mit meinen Füßen festen Boden erreichte sah ich kurz zu Elijah, dann wieder in eine andere Richtung.<br />
„Außerdem besagen Gerüchte das sie bereits verlobt ist.“, murmelte ich und er fing an zu lachen: „Keine Sorge, sie ist <em>nicht</em> mit dem Prinzen verlobt&#8230;“<br />
Während ich mir meine Rüstung auszog konnte ich mir eine Infragestellung nicht verkneifen: „Woher weißt du das?“, dann wechselten wir uns Blicke aus.<br />
„Ach stimmt, du bist ja jetzt dort Zuhause im Schloss&#8230;“<br />
Schweigen umgab uns erneut, bis ich auf einmal etwas zornig nuschelte: „Sag mal&#8230; woher weißt du WELCHES Mädchen ich meine?“, Elijah fing als Antwort einfach nur an zu lachen und entgegnete:„Beim nächsten Ball werdet ihr euch <strong>sicher</strong> wiedersehen&#8230;“</p>
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		<title>Hitzewelle</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 13:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haruki X Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[Pool]]></category>
		<category><![CDATA[Summer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wetter war beschissen, zu heiß, zu schwül, zu stickig, Temperaturen auf einem Rekordhoch seit was-kümmert-es-mich-wie-vielen Jahren, meine Artikulation auf einem nie da gewesenen Tief – wäre es nicht zu heiß zum denken gewesen, hätte ich wohl mittlerweile eine allein aus Grunz- und Zischlauten bestehende Sprache entwickelt. Crushed ice wäre nett, Küche zu weit weg, Schalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H1 { margin-bottom: 0.21cm } 		H1.western { font-family: "Arial", sans-serif; font-size: 16pt } 		H1.cjk { font-family: "ＭＳ Ｐゴシック"; font-size: 16pt } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma"; font-size: 16pt } -->Wetter war beschissen, zu heiß, zu schwül, zu stickig, Temperaturen auf einem Rekordhoch seit was-kümmert-es-mich-wie-vielen Jahren, meine Artikulation auf einem nie da gewesenen Tief – wäre es nicht zu heiß zum denken gewesen, hätte ich wohl mittlerweile eine allein aus Grunz- und Zischlauten bestehende Sprache entwickelt. Crushed ice wäre nett, Küche zu weit weg, Schalter für die Klimaanlage ebenso, keine Ahnung, wo ich überhaupt die Fernbedienung hatte.</p>
<p>Wandern wollte sie.<br />
Ich hätte fast gelacht, aber mein Hals war zu trocken. Stattdessen stöhnte ich unwillig und drehte mich betont mühsam auf die andere Seite. Sie berührte mich ungeduldig (das war schon das dritte mal, dass sie mich angesprochen hatte) an der Schulter, was nur eine neue Hitzewelle in dem brodelnden Lavacontainer auslöste, der an normalen Tagen mein Körper war.<br />
Wenigstens eine akzentuierte Infragestellung ihrer geistigen Gesundheit wollte ich mir dann doch gönnen.</p>
<p><span id="more-52"></span></p>
<p>„Bist du verrückt geworden?“</p>
<p>Sie verzog das Gesicht und sagte etwas, das ich kaum verstand. Mir war schwindlig.<br />
Wasser oder etwas vergleichbares wäre eigentlich auch mal wieder klasse.</p>
<p>„Du kannst nicht den ganzen Tag im Zimmer rumhocken, gehen wir nach draußen!“</p>
<p>Mir war vollkommen klar, dass sie meine persönliche Hölle nicht nachvollziehen konnte. Ihre Heimat war Griechenland, beglückt mit Temperaturen von bis zu 45° (wie ich gestern herausgefunden hatte), und das praktisch ohne Regen, eine Zahl angesichts derer mir allein beim Lesen schon der Hitzetod bevorzustehen schien. Schrecklich, furchtbar, <em>tödlich</em>. Sie tat mir leid, ich ihr wohl weniger, und im Allgemeinen brauchte sie mein Mitleid wohl auch nicht.</p>
<p>„<em>Draußen</em>?“ Ich ließ mir jeden einzelnen Buchstaben auf der Zunge zergehen und überlegte mir, wie ich ihr klar machen sollte, dass jeder Schritt nach draußen ein Schritt ins Verderben war. Es war keine großartige kognitive Leistung, aber nach wenigen Sekunden hatte ich das Gefühl, meine Hirnflüssigkeit köcheln zu hören. Wieder Kopfschütteln. Sie seufzte.</p>
<p>„<em>Ich</em> gehe trotzdem, ob du nun willst oder nicht!“ Das konnte ich nachvollziehen. Ich konnte es ja nachvollziehen. Aber trotzdem.<br />
<em>Ich gehe mit.</em><br />
Nein, das zu sagen wäre sowas wie Selbstmord. Außer Frage. Stille folgte. Schließlich schien sie zu dem Schluss zu kommen, dass es an der Zeit war, die Beine der freien UV-Einstrahlung auszusetzen und drehte sich zur Tür. Ohne nachzudenken packte ich sie am Arm, dramatisches aber notwendiges Räuspern inklusive. Mein Tonfall klang trotzdem wie der eines Triebtäters.</p>
<p>„Wo willst du hier überhaupt wandern? Das ist eine Metropole.“ Wohl das längste sinnvolle Satzgefüge, das ich heute hervorgebracht hatte.</p>
<p>„Hier gibt es auch Wälder. Du weißt schon, die Dinger mit den Bäumen drin.“ Ich verzog das Gesicht angesichts ihres Sarkasmus und dachte möglichst schnell nach, bevor sie sich weitere Zentimeter bewegen konnte. Schließlich gab ich es auf und beschloss, ehrlich zu sein.</p>
<p>„Ich will nicht, dass du gehst.“ Sie errötete. Der Gedanke schien ihr zu gefallen. Ich konnte die nächste Frage schon in ihrem Gesicht sehen, bevor sie sie aussprach, und dachte wieder fieberhaft.</p>
<p>„Und was machen wir dann?</p>
<p>„Ich hab einen Pool?“ Es klang nicht nur wie eine Frage, es war auch eine. Ich war tatsächlich im Besitz eines Pools. Das hätte mir auch früher einfallen können. Meine Glieder waren wieder gewillt, sich zu bewegen, also stand ich auf und zerrte sie wortlos aus dem Zimmer. Hätte mir jemand gesagt, dass ich an diesem heißesten Tag des Sommers nackt Wasserball spielen würde, hätte ich ihn wohl mit dem lauwarmen Mineralwasser überkippt, das vor Minuten noch kalt gewesen war.</p>
<p>Danach (wir sprechen hier von gut zwei Stunden) setzte sie sich an den Rand und übergoss ihre Beine mit Wasser, während ich selbst im Becken blieb und sie stumm musterte. Sie war schön, konnte sich aber nicht damit abfinden. Tragisch.</p>
<p>„Hey, Ceres?“ Sie hielt inne und sah auf, Wassertropfen rannen zwischen ihren Fingern hindurch und tropften auf weiße Oberschenkel. Für einen Moment schwiegen wir und ich wusste nicht, warum mir der Gedanke gekommen war, aber er war eben da.</p>
<p>„Ja?“ Ein ganz bestimmtes Lächeln, das sich von allen unterschied, die ich bisher so gesehen hatte.</p>
<p>„Wenn es morgen etwas kühler ist&#8230;geh ich mir dir wandern, wohin du willst.“</p>
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		<title>Kann man nichts machen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 02:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haruki X Odin]]></category>
		<category><![CDATA[LOVE]]></category>
		<category><![CDATA[Romance]]></category>
		<category><![CDATA[Stupidity]]></category>

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		<description><![CDATA[„Da kann man halt nichts machen“, hatte er gesagt und dabei nervös seine Fingernägel betrachtet, bevor er sich schließlich verbesserte: „Da kann man nun wirklich nichts machen.“ In letzter Zeit waren diese Nägel verdächtig abgekaut; seine Nagelkauerei war wohl das einzige, was nie so wirklich zu ihm zu passen schien. Ich konnte kaum glauben, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } -->„Da kann man halt nichts machen“, hatte er gesagt und dabei nervös seine Fingernägel betrachtet, bevor er sich schließlich verbesserte: „Da kann man nun wirklich nichts machen.“ In letzter Zeit waren diese Nägel verdächtig abgekaut; seine Nagelkauerei war wohl das einzige, was nie so wirklich zu ihm zu passen schien.</p>
<p>Ich konnte kaum glauben, dass er gerade „nichts machen können“ in einem Gedankengang mit „Liebe“ erwähnt hatte.</p>
<p>Er war groß, schlank und durchtrainiert, immer gut angezogen, wie seine Haare ungekämmt aussahen wusste ich nur durch Zufall. Auf den ersten Blick war er genau der Typ Mann, auf den die Frauen standen, und das taten sie auch. Der, der sich jede x-beliebige hätte aussuchen können.<br />
Tatsächlich war er aber schwul und unglücklich verliebt.<br />
Auf dem großen weißen Sofa wirkte er sehr verloren, fast ein bisschen wie ein kleiner Junge. Inzwischen hatte er das Anstarren aufgegeben und kaute jetzt verbissen an seinem Daumennagel herum, während er ins Leere starrte.</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p>„Dieser Schulterblick, Yui&#8230;“ normalerweise kündigte er es vorher in irgendeiner Form an, bevor er redete, aber dieses Mal nicht. Das an sich war schon äußerst bedenklich, der Inhalt seiner Aussage verbesserte das allerdings nicht sonderlich.<br />
Er dachte nach. Nachdenken ist gefährlich, wenn man den Kopf nicht frei hat.</p>
<p>„Bitte?“</p>
<p>„Ist das zu glauben? Ich könnte&#8230;nein.“ Was auch immer es war, es zu lassen war wohl die beste Idee. Haruki hatte inzwischen von seinem lädierten Fingernagel abgelassen und zeichnete kleine Kreise auf den Wohnzimmertisch, auf dem zahlreiche Blätter Papier lagen. Alle zeigten die gleiche Person, einen Jungen etwa in seinem Alter, mit gegelten Haaren. Von den wenigen Farbskizzen konnte ich erahnen, dass seine Haarfarbe wohl Limonengrün war und zwar genau das grün, dass er auf seinen Bildern gewählt hatte. Augen waren blau.</p>
<p>„Wie heißt er überhaupt?“, forschte ich vorsichtig nach.</p>
<p>„Ich hab mich verliebt.“</p>
<p>Ich machte mir weder die Mühe, ihn darauf hinzuweisen, dass mir das bereits bewusst war, noch stellte ich meine Frage nochmal. Stattdessen wartete ich geduldig, bis er seine Gedanken so weit geordnet hatte, dass er mir antworten konnte. Nach etwa einer halben Stunde wurde ich belohnt.</p>
<p>„Odin. Schöner Name nicht?“ Er starrte wehmütig eine Stelle in der linken oberen Ecke an, von der ich genau wusste, dass dort nichts war und ich musste mir vorstellen, wie blass Odins Bild vor seinem inneren Auge erschien. Ich wusste, dass er und dieser Junge bereits mehrmals Sex hatten, an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und jedes Mal hatte dieser Junge sich heftig dagegen gewehrt. Ich war keinesfalls der Meinung, dass sexuelle Orientierung was mit Liebe zu tun hat, aber es war doch ein Problem. Haruki seufzte und schaute mich an.</p>
<p>„Er wird mich nie lieben.“</p>
<p>„Sag sowas nicht.“</p>
<p>„Wenn ich wenigstens Sex mit ihm haben könnte&#8230;“ Seine Vorstellung von Sex und Liebe in Relation zu einander als zwei getrennte Einheiten, die gegeneinander ausgewechselt werden konnten, würde ich wohl niemals verstehen, aber trotz dieser Worte war sein Gesicht traurig, als hätte er das dringende Bedürfnis zu weinen. Ich wuschelte ihm durch die Haare und flüsterte ihm ein paar beruhigende Worte zu, während in mir verschiedene Entschlüsse heranwuchsen.</p>
<p>„Da kann man wohl was machen.“ Er schaute auf und blinzelte, starrte mich an, verstand, grinste. Ich versuchte, zurückzugrinsen, aber irgendwie wurde das nichts.</p>
<p>Es war Zeit, mir mal wieder Shii-chans HD-Kamera auszuleihen.</p>
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		<title>Aliceblaue Kaninchen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 21:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cielo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haruki X Cecil]]></category>
		<category><![CDATA[LOVE]]></category>
		<category><![CDATA[Romance]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Seine Existenz als Mensch verdankte er wohl allein der Tatsache, dass es keine Aliceblauen Kaninchen gab. Hätte es sie gegeben, wäre er definitiv als eines geboren worden. Auch so hatte er gewisse Ähnlichkeit mit einem, kompakt, niedlich und irgendwie fluffig. Unterschwellig bissig dazu, auf eine liebenswürdige Art und Weise. Hätte man mich gefragt, was mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Existenz als Mensch verdankte er wohl allein der Tatsache, dass es keine Aliceblauen Kaninchen gab. Hätte es sie gegeben, wäre er definitiv als eines geboren worden. Auch so hatte er gewisse Ähnlichkeit mit einem, kompakt, niedlich und irgendwie fluffig. Unterschwellig bissig dazu, auf eine liebenswürdige Art und Weise. Hätte man mich gefragt, was mich denn genau an ihm so faszinierte, hätte ich rumgedruckst und eine äußerst unbefriedigende Antwort gegeben, aber er fragte nicht. Er stellte allgemein angenehm wenig unangenehme Fragen, was ich sehr schätzte. Ob er das wohl wusste?</p>
<p><span id="more-33"></span></p>
<p>Jetzt lag er da. In seinen Armen lagen diese Kaninchen, die ich ihm vor kaum 83 Stunden und grob 30 Minuten geschenkt hatte, nicht weil ich sie so besonders mochte, sondern eher aus Spaß an seiner Freude. Jedes Mal, wenn er lächelte, fühlte es sich so an, als würde man mit dem Gesicht zuerst in ein Feld voller Gänseblümchen fallen und man konnte den süßlichen Geruch fast schon <em>spüren</em>. Es schien sich wirklich gelohnt zu haben, zumindest für die ersten acht Stunden. Und jetzt das.</p>
<p>Die Kaninchen waren fett, flauschig und ihr angeblich weißes Fell hatte einen Stich ins Gelbliche, was mich vage an Ui erinnerte, die wiederum frappierend an Yui ähnelte (allerdings handelt es sich bei Letzterer um einen Menschen); diese Tatsache erfüllte mich mit einer Art subtilem Unbehagen, mit dem ich mich bisher nicht konkret auseinanderzusetzen gewagt hatte. Allerdings verbrachte er mittlerweile die meiste Zeit mit diesen fetten, flauschigen Kreaturen (von Yui ist hier bereits nicht mehr die Rede), was ein <em>äußerst</em> konkretes Problem aufwarf, mit dem ich mich gerade beschäftigte während er auf dem Boden ausgestreckt neben mir schlief, schmal, Aliceblau und ein bisschen zerknautscht. Süß.</p>
<p>Ich seufzte und spielte eine Weile mit dem Gedanken, die Kaninchen einfach aus dem 49. Stock zu werfen, aber das wäre ungerecht; sie konnten ja nichts dafür, dass sie auf eine übergewichtige Weise liebenswert waren. Abgesehen davon hätte ich niemandem gegönnt, ein Nagetier auf seinem Kopf zermatschen zu fühlen. Eines der Tiere starrte mich aus roten Knopfaugen an, sie erinnerten mich an seine, was vielleicht der Grund sein mochte, weshalb sie sich so gut verstanden.</p>
<p>Vielleicht lag aber es auch daran, dass er eigentlich ein Kaninchen hätte werden sollen. Meine Finger fummelten nervös in seinen Haaren rum, halb in der Hoffnung, er könnte davon aufwachen.<br />
Schlief einfach weiter, der Ignorant.</p>
<p>Die fetten Kaninchen hoppelten ungelenk auf ihm und um ihn herum, mit einer Geschwindigkeit von bestenfalls einem 5cm pro Sekunde, was eigentlich schon zu viel war. Ich packte eines von ihnen und setzte es auf meinen Schoß, während ich ihn weiter beim Schlafen beobachtete. Seine von langen, hellblauen Wimpern umrahmten Augenlider bebten in unregelmäßigen Intervallen und ich fragte mich, ob er selbst seine Träume mit den Viechern verbrachte.</p>
<p>Mir war langweilig.</p>
<p>Nervös rutschte ich auf dem von dünnem Stroh bedeckten Wintergarten herum und diskutierte innerlich darüber, ob ich ihn aufwecken oder weiter schlafen lassen sollte. Dass er viel zu wenig schlief, war mir erst vor 72 Stunden so richtig aufgefallen, als ich ihn jedes mal gegen 4 Uhr morgens bereits im Stockwerk über mir herumscharren hörte. Je nach Takt des Scharrens wechselte er entweder das Stroh oder krabbelte auf dem Boden rum, während er ihnen beim dösen und fressen zusah.</p>
<p>Diese Kaninchen regten mich unverhältnismäßig auf, wenn ich darüber nachdachte.<br />
(Irgendwie kam es mir vor, als würde ich leisen Jazz hören.<br />
Wohl aus dem 44. Stock.)</p>
<p>Zwischen mir und dem Gedanken, die Karottenfresser doch noch raus- und runter zu werden, begann sich gerade eine intensive Beziehung zu entwickeln, als er langsam aufwachte. Rieb sich die Augen und starrte mich für ein paar Sekunden desorientiert an als wäre er überrascht darüber, beim Aufwachen etwas anderes als einen schmutzig-weißen, flauschigen Fellball zu Gesicht zu bekommen. Das irritierte mich.</p>
<p>„Hallo, Haruki-kun&#8230;“ Da war es wieder, das Gänseblümchenfeld.. Mir war nicht wirklich nach lächeln, aber ich tat es trotzdem, fast schon reflexartig. Er richtete sich auf, die Kaninchen krabbelten übereinander und hoppelten dann etwa 45cm weg.</p>
<p>„Guten Morgen, Cecil.“ In der Tat war es gerade 8.30 Uhr. Ich rotierte unwillig meinen Kopf, das Knacken war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ich mehr als verspannt war.<br />
Es war definitiv wegen diesen Kaninchen. Alles Übel dieser Welt war ihre Schuld, mal abgesehen vom zweiten Weltkrieg vielleicht. Cecil zog seine schlanken, weißen Beine enger zu sich heran und musterte mich eingehend.</p>
<p>„Alles in Ordnung?“ Nein. Aber das sollte ich wohl nicht sagen.</p>
<p>„Nichts&#8230;“ Es schien mir vernünftig, mein Statement zu wiederholen, um es noch ein wenig zu verstärken. Also wiederholte ich.</p>
<p>„&#8230;Nichts.“ Elegante Lösung, könnte alles bedeuten. Ergo, sie war <strong>perfekt</strong>.</p>
<p>Ein Ausdruck der Verwirrung erschien auf seinem Gesicht, aber er entschied sich dazu, nicht weiter zu fragen. Stattdessen nickte er nur und streckte seine Hand nach einem der <em>Hoppelhäschen</em> aus, die sich wie weiche Steine an einem Blumentopf entlang bewegten. Sein Ziel war Cil, dessen Namen ich aus einschlägigen Gründen gewählt hatte. Der andere hieß Hoppel, aber das war mir im Moment egal.</p>
<p>Ich packte sein Handgelenk, zog ihn zu mir und noch bevor in seinem sich rapide rötlich färbenden Gesicht die erste Silbe meines Namens erschien, küsste ich ihn. Weitere 30 Sekunden später lagen wir beide halb auf dem Stroh, das den Boden des Kaninchenstalls bedeckte, halb auf den Steinen, die die eigentliche Unterlage waren.</p>
<p>Sex ist bei mir reine Impulssache; hätte nun jemand versucht, besagte Impulse zu messen, wäre wohl das Messgerät unter der Masse explodiert. Der Jazz aus dem 44. Stock wurde deutlich von Cecils Stöhnen übertönt, das meine Ohren ausfüllte, seine Finger krallten sich erst ins Stroh, ohne Halt zu finden, dann in meine Schultern und meinen Rücken, wo sie deutliche Kratzspuren hinterließen.</p>
<p>Es war mir nur recht.</p>
<p>Nach etwa 2 Stunden befanden wir uns in praktisch der selben Position wie am Anfang: Er lag neben mir, ausgestreckt, seine Lider bebten ab und an sanft, mit dem Unterschied, dass wir beide nackt waren und er nicht schlief, sondern heftig atmete. Ich beobachtete schweigend das angestrengte Heben und Senken seines Brustkorbes während ich versuchte, meine Gedanken in eine logische, präsentierbare Reihenfolge zu bringen.</p>
<p>(im 44. spielte wieder leise Jazz. Ich erkannte den Sound von Carole King, die er sehr mochte.)</p>
<p>„Ich liebe dich, Cecil.“ Das war nicht unbedingt Teil meiner Überlegungen gewesen, aber dafür eine Tatsache. Seine Wangen erröteten, bevor er mir antwortete. Kostbare Nachdenkzeit, die sich lieber damit verbrachte, ihn anzusehen.</p>
<p>„Ich liebe dich auch&#8230;“</p>
<p>„Verbring lieber mehr Zeit mit mir als mit den Kaninchen.“</p>
<p>„Eh?“ Cecils Augen weiteten sich und der Rotton in seinen Wangen breitete sich über sein Gesicht aus wie ein Weinfleck auf einem weißen Hemd. Mir wurde dumpf bewusst, dass ich gerade zugegeben hatte, auf zwei Nagetiere eifersüchtig zu sein. Aber was machte das schon? Ich setzte mich auf und fuhr mit meinen Fingern geistesabwesend die Konturen seines Gesichts nach (weitere Rottöne), bevor ich mich vorbeugte und ihm einen weiteren Kuss gab.</p>
<p>Ich hätte schwören können, dass seine Lippen irgendwie nach Kaninchen schmeckten. Es gab viele Dinge, die ich ihm gerne gesagt hätte, aber stattdessen küsste ich ihn nur, unfähig meine klaren Gedanken einzufangen, die sich rapide von mir entfernten. Die fetten Dinger wagten sich langsam wieder an uns heran und ich könnte förmlich ihre Knopfaugen auf Cecil ruhen spüren.</p>
<p>Aber er gehörte nicht zu Ihresgleichen.<br />
Er gehörte mir.<br />
Sollte es doch ein Aliceblaues Kaninchen geben, dann gehörte es mir alleine.</p>
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		<title>Zweckgemeinschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 20:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tally</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dog X Moé]]></category>
		<category><![CDATA[Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war fast schon Tradition, das seine Eltern von Freitag Abend bis Samstag Abend nicht zuhause waren, sie nahmen dabei seine zwei Jahre ältere Schwester mit, die vom verhalten wohl zehn Jahre jünger wie er war. Natürlich könnte er mit, aber die Großeltern mütterlicherseits zu besuchen auf dem Land war eine Strafe für ihm, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es war fast schon Tradition, das seine Eltern von Freitag Abend bis Samstag Abend nicht zuhause waren, sie nahmen dabei seine zwei Jahre ältere Schwester mit, die vom verhalten wohl <em>zehn Jahre jünger</em> wie er war.<br />
Natürlich könnte er mit, aber die Großeltern mütterlicherseits zu besuchen auf dem Land war eine Strafe für ihm, es gab keinen Strom und somit konnte er sich auch nicht seine Musik anhören.<br />
<em> (Vielleicht mit seinen iPod, aber die Gefahr das der Akku am selben Tag leer war, war zu groß)</em></p>
<p style="text-align: left;"><em><span id="more-15"></span><br />
</em></p>
<p>Musik die jetzt gerade lief zum Beispiel.<br />
Also saß er auf seiner Matratze, an der Wand gelehnt, am Rand dieser sitzt sein neues <strong>Sexspielzeug</strong>&#8230; zumindest hielt er ihn für eins.<br />
Doch schneller als ihm lieb wurde, begann er die kurze Zeit zu genießen in der sie zusammen war. Schweigend betrachtete er wie dieser gerade sich spritzte, gleichzeitig warf er sich auch Pillen ein und schon waren die Vorbereitungen getroffen. Wenn sein Spielzeug zu Besuch war lies er seine Musik laufen, sie sahen sich einmal, vielleicht auch zweimal die Woche, aber ihr bedarf war damit bedeckt.<br />
Was die beiden wohl solange zusammen hielt, war wohl nicht nur das beide ehrlich genug waren als Ausgleich für den Rest <em>der verlogenen Menschheit</em>, &#8230;nein.</p>
<p>Es war ihre Freiheit die sie genossen, ihre Vergangenheit die unterschiedlicher nicht sein könnte, von dem aber weder er noch sein &#8216;Sextoy&#8217; was vom jeweils anderen wussten.<br />
Und vor allem, führte es bei beiden zu denselben Ergebnis, beide hatten ein Anonym.<br />
„Dog?“, er musste an sein Ohr gehen damit dieser ihn hört, beide nur in Boxershorts, er selbst trug nachtschwarze – wie es sich für einen gestandenen aus der &#8216;Emo&#8217; Szene gehört – &#8216;Dog&#8217; trug dunkelblaue mit weißen Nadelstreifen, er hatte sie lange gemustert während dieser sich gerade die Illegalen Substanzen zu sich nahm. Wenn Dog &#8216;es&#8217; Intus hatte, könnte er mit den Sex rechnen die ein Mensch wie er, nötig hatte. <em>(Nicht das er Drogen nahm nur wegen dem, es war nur ein <strong>sehr schöner</strong> Nebeneffekt)</em><br />
Hemmungslosen Sex, wild, ohne Aussicht auf ein Morgen, und lange&#8230;</p>
<p>Weder Dog noch er, waren Schwul, sie machten keinen unterschied zwischen Männchen oder Weibchen, so könnte es auch jederzeit passieren das ihre Freundschaft – die nur auf Sex basiert – von einen auf den anderen Tag enden könnte. Die Musik gab den Takt an,<strong> &#8216;Den Flow&#8217;</strong> wie Dog es nennen pflegte. „Moé&#8230;“, keuchte er schwer atmend, über ihn gebeugt, seine Haare zerzaust blieb er auf ihm liegen, es war jedes mal aufs neue ein seltsames Gefühl, wenn sein Partner sich nach den Sex nicht angewidert von ihn runter rollte.<br />
Letzten Endes war er nichts weiter wie eine <strong>Spermabank</strong>&#8230;<br />
Moé betrachtete nachdenklich Dog, nie hatte er ihm nur einmal das Gefühl gegeben er sei was minderwertigeres, ein Gebrauchtwaren Stück.<br />
Und obwohl es so war, sprachen die beiden nie etwas aus.<br />
Nicht das sie sich lieben würden, aber die Anzeichen waren da&#8230; oder?<br />
Dann rollte er sich weg, aber nicht auf eine verletzende Weise sondern wohl eine ganz normale Art, denn sie verletzte Moé nicht und so schloss er die Augen.</p>
<p>Manchmal ging Dog direkt nach den Sex, manchmal bestellten sie sich beide auch Pizza und dann gab es wieder die Freitage in denen er über Nacht bei Moé blieb.<br />
„Lust auf Pizza?“, Moé hockte sich auf, tastete nach der Fernbedienung für seine Musikanlage: <em>„Ich hab gefragt ob du Pizza willst.“</em>, wiederholte er seine Frage als er auf &#8216;Pause&#8217; gedrückt hatte.<br />
Noch außer Atem vom Sex gab Dog seine Antwort nicht schnell genug, er wurde unterbrochen mit: „Einmal Ananas und einmal Salami. Ich weiß.“, dann begann die Abenteuer Suche nach seinen Handy unter der ganzen Kleidung die hier verstreut war.</p>
<p>Selbst der Pizza Lieferant war es inzwischen gewohnt, das wenn die Türe aufgeht Moé diese Nackt entgegen nahm, aber das Geld so stimmte, und das Trinkgeld wohl auch, genug das man noch zu dieser Adresse lieferte.<br />
Die Pizza war für Dog gratis, also gratis Pizza mit Ananas, wohl <strong>der einzige Grund</strong> warum er noch in seinen Zimmer war.</p>
<p>Und während beide auf dem Bett saßen, nackt, verschwitzt, aber höchst zufrieden mit den Essen, fragte sich Moé in Gedanken, ob der Tag folgen wird an dem Dog bei ihn bleibt länger, auch wenn es <em>keine</em> Pizza geben würde&#8230;.</p>
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