Vielleicht

August 25th, 2010 by
Harudin - Wahrscheinlich Alternativ

Vielleicht war es die Stille, die mich so nervös machte. Vielleicht die Tatsache das nur wir beide in meinen Büro waren. Oder das Faktum, das Haruki gerade keuchte wie ein Triebtäter während er seine Karottenjeans öffnete.
Da stand er also, ein Sterblicher, jemand der – wenn ich es nicht besser wüsste – mein Zwillingsbruder sein konnte, alles so weit so gut, nur leider…
Er ist Schwul…
… er will Sex mit mir…
… er holt sich den Sex mit mir auch immer…

Und das größte Problem ist wohl: Ich hab eine Homophobie. Je nachdem wie nah und intensiv ich einen Kontakt mit einen habe, kann es bis zur Ohnmacht ausarten.

Alles ging sehr schnell, das ausziehen, der Sex und meine Ohnmachtsanfälle. Der Schmerz in meiner Kehle – vor lauter schreien – wurden ausgelöscht durch das zarte streicheln von ihm danach.
Ob er wohl wusste das ich es unterschwellig mitbekomme was er macht, während ich regungslos daliege?

Ein paar Tage später sah ich ihn zusammen mit diesen Blondhaarigen Mädchen, Yui Aihara, anscheinend seine beste Freundin in der Schulmensa. Anscheinend schien ihn etwas zu stören, ich weiß es wirklich nicht, aber eins weiß ich: Das bei größeren Events im Leben immer zwei Personen eine Rolle spielen, so werde auch ich meine Schuld tragen warum ich regelmäßig Sex ertragen muss mit meinen eigenen Studenten.

(Anzumerken hier: Ich wurde wieder von meinen Vater hinausgeworfen und arbeite als Wirtschaftsprofessor in der Tôdai)

Die letzten Tage hatte ich ihn nicht gesehen – warum wohl? – und da wir anscheinend schon regelmäßig Sex hatten nahm ich mir die Freiheit ihn bei seinen Vornamen zu rufen: „Hallo Haruki.“, ich lächelte ihn an, und bemerkte wie er mich mit großen Augen ansah.
Nicht auf die negative Weise, sondern auf eine sehr… sehr bekannte Weise…
“Geht der Unterricht für dich zu schnell? Du bist zwar mein 2. bester Schüler, dennoch merke ich deine Leistungen geben nach.“, besorgt sah ich Haruki an. Lag es an mir? War ich ein schlechter Professor?
„Wer ist der Beste?“, kam wie aus einer Pistole geschossen aus ihm heraus.
Meine Gedanken kurz geordnet: „Das ist keine Antwort.“, mein Braunhaariger 186cm großer Student schien für den Bruchteil einer Sekunde schmollen zu wollen: „Es ist eine Frage…“
Anscheinend war ihm meine Art zu direkt oder zu vertraut, ich entschied mich nicht ihn weiter zu drängen und sprach leise: “Hm… wenn du nicht darüber reden willst ~”
Am anderen Ende des Ganges stand Ceres, die wohl so etwas für mich wie eine kleine Schwester war, sie winkte mir zu um mir zu sagen das sie Lunch für mich gemacht hat.
Noch kurz Haruki und Yui zunickend ging ich in ihre Richtung, wurde aber von Haruki wieder gerufen: „Sensei!!“

Ein Schulterblick zu ihm, für einen kurzen Moment dachte ich er wäre zu Stein erstarrt.
Nun stützte er beide Hände auf den Tisch ab: „Ich habe zwei bitten…“, er blinzelte – was wirklich erwähnenswert ist denn ich hatte das Gefühl er verweigert das Blinzeln oft – und ich zog eine Augenbraue fragend hoch: „Erstens hätte ich auch gerne Nachhilfe von Ihnen, falls möglich nicht zur selben Zeit wie… Chirac…und zweitens…”, dann richtete er sich auf um das gesagte zu unterstreichen: „Sobald ich der Beste bin, werden Sie mir sagen, wen ich überholt habe.“
Sein Glänzen in den Augen raubte mir für einen Moment den Atem.
Nachdenkend legte ich einen Finger auf die Lippen und zwinkerte: „Nein, tu ich nicht.“, dann ging ich weg.
Bevor ich mich hinsetzte rief Ceres auch schon Yui zu sich her, sie hatte in den Händen Fotos, von denen sie meinte sie beißt mir eher die Finger ab bevor sie mir die zeigen würde.
Als ich fragte ob es Fotos von mir sind, schwieg sie.
Das blond-haarige Mädchen, dessen lächelndes Gesicht ich irgendwie mit einen Pfeil verband – ich weiß wirklich nicht warum! – kam alleine und so sah ich wie Haruki ganz alleine auf diesen großen Tisch saß. Ich nahm meinen kleinen Notizblock aus der Karottenjeans und kritzelte ein:

“Komm her (^_^*) ♥”

auf das Blatt bevor ich es ihm an den Kopf warf. Fast 45 Sekunden lang sah er mein Blatt an – also ich kann „mit Fug und Recht“ behaupten das meine Schrift IMMER leserlich ist – aber er hatte die Message verstanden und saß sich neben mich.

Vielleicht war es nichts besonderes für ihm, und unter den vielen Studenten fielen wir wahrscheinlich gar nicht auf. Aber aus mir noch unbekannten Gründen, entspannten wir uns beide sehr, als wir an diesen Tisch Schulter an Schulter saßen und die Aura des jeweils anderen genossen…

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1 comment ♥

  1. Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein!!!!!!!!!!!!!!!!! Nicht Odin! Und nicht Haruki!!!! Die dürfen nicht veryaoit werden >_<


    Chochi on August 25, 2010 at 2:56 pm

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