Nun kannten Moé und Dog sich schon weit über sieben Monate, in wenigen Tagen wären es ganze acht Monate, in denen sie sich, 64 Tage lang gesehen haben und jeder dieser Tage hatte sage und schreibe exakt drei Runden Sex, das entspricht 192 mal hatten die beiden Sex.
Und dennoch war wohl ihr größtes Ereignis in dieser Zeit, wie er einmal ‘Snow’ bei Dog zuhause probiert hatte – also Moé sein erster Trip, und das Event vor einen Monat.
Dog kam diesmal früher zu Moé und durfte so wieder seine Familie begegnen, nicht das Moé sich für Dog schämen würde, eher umgekehrt, er durfte dann immer miterleben, was er selbst Tag für Tag durchmacht.
Da Moé sein Vater ein ‘Geldgeiler’ Sack sah, kannte er wohl jede vermögende Familie in Tokyo und Umgebung bei Gesicht und Namen.
Und so erkannte dieser auch Dog als der Sohn einer dieser Familien.
Dog ist Dog. Dog ist nicht der Sohn dieser Familie, er hat nichts mehr damit zu tun.
Wenn jemand wusste, was hinter einen Anonym steckt, ein neuer Name, die Beweggründe und das aufwirbeln des alten Namens.
Dann war es Moé.
Und so schrie dieser erneut, heftiger, stärker, so das Dog sein Hund – der ebenfalls Dog hieß – anfing zu bellen. Er selbst wohl meinte, das Moé gleich seinen Vater die Kehle aufschlitzt. Für einen kleinen Moment, schrie Moé nicht für Dog, nicht für diese absolut naive Aussage seines Vaters, sondern für sich, für seine Vergangenheit, für diese absolute Dummheit der Menschheit.
Wie erwähnt, war es absolut bei der Tagesordnung das Moé seine Eltern anschrie, aber er war nicht in Unrecht, seine Eltern waren nicht das Opfer.
Aber das wusste niemand, nicht einmal seine eigene ältere Schwester.
Und dennoch, dennoch war sein Vater still danach, er sah Moé lange an, drehte um und ging aus den Haus, wie jedes Wochenende seine Mutter zu besuchen mit Familie.
Ohne Moé.
„Danke.“, meinte Dog als einziges zu diesen Event, als sie wieder in seinem Zimmer waren.
Es waren keine großen Worte, aber es war das ehrlich gemeinteste was Moé seit langem gehört hatte.
Nun kannte er den früheren Namen von Dog, es war ein unbehagliches Gefühl, also flüsterte er leise zum Ausgleich den Namen den er früher trug. So war es gerecht.
So war es okay.
Seit diesen Event sind nun gut fünf Wochen vergangen, es wurde nie wieder aufgewühlt und weiter gemacht wie bisher. Dog nimmt seine Drogen, es folgen drei Runden hemmungslosen Sex und es folgte bestellter Fastfood.
Eigentlich hätte es für immer weiter gehen können. Aber es geschah ein Unglück.
Unglück im Glück. Nicht Glück im Unglück.
Sein Cousin war wie jedes Jahr für 3 Wochen in Japan. Sein Cousin – namens Cecil – ist schwul, süß, zart. Er ist so klug das er ein Stipendium an einer Privat Universität bekam.
Ein Optimismus auf zwei Beinen, dazu sah er auch noch gut aus und sowohl auf Tiere als auch auf Menschen wirkte er nicht bedrohlich.
Was war Moé? Moé hatte mit allen Sex solange es willig war, er ist und war definitiv NIEMALS süß, und schon gar nicht zart (Mit seinen 168 cm kleinen Körper wiegte er gesunde 66 Kilogramm).
Der Grund das er je auf eine Universität konnte, war wohl weil sein Vater der Dekan der Tôdai Akademie ist, als gestandener ‘Emo’ war er alles andere wie Optimistisch und vom aussehen her absoluter Durchschnitt. Tiere? Tiere hassten ihn, attackieren ihn ohne Grund.
Fühlen sich von ihm in ihren Revier bedroht. Selbst der Fisch seiner zweiten Schwester, wählte lieber den Freitod statt das Essen zu futtern, das ihm Moé gab.
Dagegen konnte er nicht konkurrieren.
Sowohl Dog der Hund, als auch Dog selbst verstand sich wunderbar mit Cecil, und so wurde Moé sich langsam bewusst dass Dog schon lange nicht mehr sein Sexspielzeug war.
„Was war deine Naturhaarfarbe?“, lachte Cecil Dog an, Dog selbst, der so gut wie nie in Moé seiner Anwesenheit lächelte, schmunzelte Cecil an: „Kastanienbraun, würde man das wohl nennen.“
Moé fühlte sich schon immer fehl am Platz in dieser Welt, aber so stark wie in diesen Tagen war es noch nie.
Magenschmerzen überkamen ihn, so das seit Cecil anwesend war, Dog und Moé auch keinen Sex mehr hatten, die Treffen vergingen damit, das Cecil und Dog sich unterhielten, irgendwann kam Dog wieder zu Moé, beide hörten Musik und sein Cousin streichelte den Husky statisch, so das beide öfter einen Stromschlag abbekamen wenn sie den Hund berührten.
Natürlich bemerkte er das Dog langsam sorgen bekam, weil Moé keinen Sex mehr wollte. Selbst dem dümmsten Affen wäre wohl spätestens nach dem 3. Treffen klar geworden das Moé Sex-süchtig ist.
Aber ausgesprochen wurde nichts.
Schließlich verging auch der letzte Tag von Cecils Urlaub, eigentlich mochte er seinen Cousin, und die Tage mit ihm sind wirklich schön, und wohl das Event des Jahres wenn er kommt, aber diesmal war es nicht so.
Diesmal, war alles anders.
Selbst zwei Wochen nachdem sein Cousin weg war, konnte sich Moé nicht in die Stimmung für Sex bringen. Gedanken kreisten, er erinnerte sich wieder, warum er zu der Emo Szene gehörte.
Er verdient keine Liebe. Nur den Tod.
Vielleicht hatte er Dog schon an seinen Sex gewöhnt, so das dieser was anderes nicht mehr gewöhnt war. Vielleicht war er auch nur neugierig. Oder er war wirklich besorgt.
Was es war, wird wohl Moé nie erfahren.
Nach ihren 5. Treffen seit Cecil wieder weg war, drehte sich Dog zu ihn auf der Matratze, Musik war nur sehr leise an und ihre Blicke trafen sich: „Was ist los?“, fragte er.
Genauer musste er nicht gehen, es war offensichtlich für beide, wie er auf die Idee kam das etwas nicht stimmte. Und selbst wenn nicht, gelogen wird nicht.
Das hat er sich geschworen vor langer Zeit.
„Keh, ich hasse mich nur einmal wieder mehr wie sonst.“, Moé zog dabei seine Beine enger zu sich, vergrub sein Kinn in der Grube zwischen beider Knien die so entstanden ist. Sein Blick ausweichend.
Er war verliebt. In jemanden dessen Liebe wohl nur seinen Trip’s und seinen Hund galten.
„Weswegen?“, fragte Dog nach. Ein Mensch der eine Frage immer mit einer weiteren Frage in die Gedärme griff. Bis der Antwortgeber nichts mehr weiter weiß, er zufrieden ist oder man diesen abwimmelte.
„Weil ich immer“, verstummte er, Moé wiederholte diesen Satz ein paar mal, bis er den Mut hatte ihn weiter zu führen: „wieder ohne es zu merken Hoffnung mache, in derselben beschissenen Sache, es ist wie ein verfickter Teufelskreis!“, gegen Ende verzweifelnder wie er wollte.
Er wollte nicht klingen als würde er in Selbstmitleid baden. Was er aber tat.
Dog streckte sich – wie so oft, ziemlich verspannt der Bursche – und sah ihn weiter an, undefinierbarer Blick, jenseits von positiv oder negativ: „In welcher Sache?“
„Liebe nennt man das wohl.“, das dieser Satz so trocken zwischen seine Lippen ihren Weg nach draußen fanden erschreckten ihn selber.
Was er wohl an Dog liebte war, das er ‘eins und eins’ zusammenzählen konnte.
Er blinzelte ein paar mal – fast schon ungläubig: „Du liebst…mich?“
Bevor er über seine eigenen Worte nachdachte, gab er schnell ein: „Ja, es tut mir leid für dich, mach dir keine Mühe.“, hervor.
Eine Abfuhr würde er nicht ertragen, also gibt er sich lieber selber eine.
Das Gesicht von Dog verzerrte sich ein wenig, die schlechte Laune von Moé übertrag sich anscheinend: „Was meinst du?“
„Ich weiß das du auf Cecil stehst. Ist ja nichts verwerfliches, er ist wohl der Ausgleich für all das schlechte auf dieser Welt…“, kein Sarkasmus.
Es war die Wahrheit. Es war das was Moé über seinen Cousin dachte. Aber Cecil hatte doch genug Männer um sich, er hat genug Jungs die ihn mögen, so muss er ihn nicht auch noch Dog wegnehmen.
„Ich bin nicht in Cecil verliebt.“, gab Dog genauso trocken zurück.
Fakten wurden auf den Tisch – hier wohl auf die Matratze – gelegt.
„Das kommt noch.“
„Er ist süß, aber deswegen muss ich mich noch lange nicht in ihn verlieben.“
Das Dog Moé mochte, war anscheinend nicht ganz rüber gekommen für den Betreffenden.
„Jahaa~ wenn du es sagst.“, es kam schlechter rüber als Moé es meinte, er glaubte ihn wirklich und war wieder beruhigt.
So konnte er wenigstens noch Sex weiterhin mit Dog haben.
Dann kam der nächste Gedanke.
Nach diesen Liebesgeständnis, nach der Art wie es gesagt wurde, der Dialog.
Dog wird nichts mehr mit Moé zu tun haben wollen.
Mit diesen Gedanken verabschiedete er sich von Dog…
„Was?“, wurde Moé begrüßt von Dog. Anscheinend sprach Moé sein Gesicht ein ganzer Roman, warum dieser überrascht war Dog wieder vor seiner Türe zu sehen.
„Es gibt viele Gründe, für meinen Blick. Freut mich trotzdem.“, und er konnte sich selbst nicht davon abhalten, seine Gesichtsmuskeln einmal für ein Lächeln zu verwenden
„Hey du kannst ja lächeln.“, grinste Dog während er mit seinen Händen Moé seine Haare wuschelte – wie bei einen Hund – und sich dachte, dass ein Lächeln Moé ausgezeichnet steht…